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Thrombose-Gefahr: Impfstoff-Hersteller stoppt Lieferungen

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(Foto: iStockphoto)

Nächster herber Rückschlag im europäischen Impf-Kampf gegen das Coronavirus: Der Hersteller Johnson & Johnson stoppt Lieferungen seines Impfstoffs nach Europa. 

Nachdem in den letzten Wochen ununterbrochen der Corona-Impfstoff von AstraZeneca in Kritik stand, da er in sehr seltenen Fällen zu einer Hirnvenenthrombose führen kann, gibt es nun bei einem weiteren Pharmakonzern Probleme Rund um das Thema Thrombosen – mit einschneidenden Konsequenzen!

Paukenschlag! Der Pharmakonzern Johnson & Johnsonhat vor wenigen Minuten bekanntgegeben, die Lieferungen nach Europa zu stoppen. Grund ist die Ankündigung der FDA, die Impfungen in den USA auszusetzen. Laut dem Unternehmen handele es sich hierbei um eine Aufschiebung der Auslieferung: „Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben“, heißt es am Dienstag.

Am heutigen Dienstag sind in Österreich die ersten Corona-Impfstoffdosen des Herstellers Johnson & Johnson eingetroffen. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums sind bisher insgesamt 16.800 Vakzine geliefert worden, wobei 2,5 Millionen Dosen bestellt sind. Schon bald hätte auch die nächste Lieferung von 31.200 Vakzinen eintreffen sollen. Jene wurde für die Kalenderwoche 17 (ab 26. April) erwartet. Fraglich ist jedoch, ob diese noch kommen wird, bzw. wie Österreich auf die Aussetzung und die Lieferstopps reagieren will.

Johnson & Johnson in USA gestoppt
Nachdem der Impfstoff von AstraZeneca für Wirbel sorgte, wurden nun auch beim US-Hersteller Johnson & Johnson vier Thrombosefälle nach einer Impfung bekannt. In den USA wurden die Impfungen mit dem Impfstoff daher ausgesetzt. Für diesen Schritt sprachen sich die Gesundheitsbehörden aus. Erst am Montag hatte das Unternehmen mit der Auslieferung an die EU-Staaten begonnen. Die EU-Kommission erwartete zu diesem Zeitpunkt bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde.

Die Besonderheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson: Das Vakzin muss im Gegensatz zu den übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe (zwei Teilimpfungen) nur einmal verabreicht werden. Deshalb setzten viele Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird.

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