Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Ticketchaos

Tickets, Visum, usw: Was Fans zur WM 2026 wissen müssen

Tickets, Visum, usw: Was Fans zur WM 2026 wissen müssen
(FOTO: EPA/MARIOS GREGORIOU)
3 Min. Lesezeit |

Die Gegner der österreichischen Mannschaft sind bekannt – doch die Reiseplanung muss noch warten.

Anders als bei früheren Turnieren wird der exakte Spielplan und Uhrzeiten erst Morgen um 18.00 Uhr in einer von FIFA-Boss Gianni Infantino höchstpersönlich moderierten Show präsentiert.

Erst dann können die rot-weiß-roten Anhänger ihre Reiseplanung finalisieren. Branchenkenner gehen davon aus, dass die europäischen Schwergewichte wie Deutschland, England und Frankreich in der Gruppenphase mit Anstoßzeiten zur europäischen Primetime bedacht werden – Nachtschichten sollen vermieden werden. Die K.o.-Runde bleibt wegen der vielen möglichen Konstellationen naturgemäß schwerer planbar.

⇢ Messi-Duell nach 28 Jahren: ÖFB-Team trifft WM-Giganten

Ticketsituation

Doch wie steht es um die Ticketsituation? Die Lage ist angespannt. In den ersten beiden Verkaufsphasen gingen bereits knapp zwei Millionen Eintrittskarten über die virtuelle Ladentheke. Laut FIFA-Angaben war die Nachfrage in den Gastgeberländern am größten, gefolgt von England, Brasilien, Deutschland, Kolumbien, Spanien, Argentinien und Frankreich.

Die dritte Verkaufsphase läuft vom 11. Dezember bis 13. Jänner. In diesem Zeitraum können sich Fans für einzelne, bereits feststehende Partien bewerben. Der genaue Zeitpunkt der Bewerbung spielt dabei keine Rolle, da die Tickets per Losverfahren zugeteilt werden, wie die FIFA betont.

Es handelt sich um die letzte offizielle Verkaufsphase des Weltverbandes – danach gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ für die verbliebenen Restkarten.

Noch im September hatte die FIFA mit Ticketpreisen ab 60 US-Dollar (etwa 51 Euro) geworben. Der Haken: Die grünen Bereiche, die diese günstigste Preiskategorie vier repräsentieren, sind in den WM-Arenen äußerst rar gesät. Stattdessen dominieren die teureren gelben (Kategorie 1) und roten Sitze (Kategorie 2) die Stadionpläne.

Regelrecht astronomisch wird es auf dem offiziellen Wiederverkaufsmarkt, den die FIFA bereits freigeschaltet hat. Tickets für gewöhnliche Gruppenspiele, die eigentlich für 60 Dollar erhältlich sein sollten, werden dort plötzlich für rund 500 Dollar angeboten. Bei prestigeträchtigeren Begegnungen fallen die Preissprünge noch drastischer aus.

Reiseplanung

Anders als bei der kompakten WM 2022 in Katar müssen sich Fans auf erhebliche Distanzen und zeitintensive Reisen einstellen. Zwar wurden die 16 Spielorte in drei Zonen eingeteilt, um ständiges Pendeln zwischen West- und Ostküste zu vermeiden, dennoch bleiben die Entfernungen beträchtlich. Das bedeutet: Nicht nur die Eintrittskarten selbst, auch Flüge und Unterkünfte werden tief in die Tasche greifen.

Ein Visum ist für Österreicher übrigens nicht zwingend erforderlich. Stattdessen genügt für die USA ein Online-ESTA-Antrag (Electronic System for Travel Authorization). Österreich gehört zu den Ländern, die an diesem Programm teilnehmen dürfen, wodurch Bürger ohne Visum in die Vereinigten Staaten einreisen können.

Für den Antrag wird lediglich ein gültiger Reisepass benötigt, der mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthalts Gültigkeit besitzen sollte. Die Gebühr beläuft sich auf 40 US-Dollar (circa 34,50 Euro). Eine einmal erteilte ESTA-Genehmigung bleibt zwei Jahre gültig – läuft der angegebene Reisepass früher ab, erlischt auch die Genehmigung entsprechend früher.

Für Mexiko und Kanada gelten ähnliche Regelungen, auch dort ist ein Visum nicht unbedingt notwendig.