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Tabakprodukte

Trafiken verlieren beliebte Produkte: EU setzt neue Vorgaben um

Trafiken verlieren beliebte Produkte: EU setzt neue Vorgaben um
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Menthol, Vanille, Frucht – damit ist bald Schluss. Eine EU-Richtlinie verändert das Angebot in österreichischen Trafiken grundlegend.

Ab Juni werden Raucher in österreichischen Trafiken eine spürbare Veränderung im Sortiment bemerken: Aromatisierte Tabaksticks für Tabakerhitzer dürfen dann nicht mehr in den Verkauf gebracht werden. Betroffen sind alle Produkte dieser Kategorie, die einen anderen Geschmack als reinen Tabak aufweisen.

Hintergrund ist die Ausweitung eines bestehenden EU-rechtlichen Rahmens: Das Aroma-Verbot, das für Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen bereits seit 2016 gilt, wird nun durch die Umsetzung einer EU-Richtlinie auch auf erhitzte Tabakerzeugnisse erstreckt. Untersagt sind künftig sämtliche Produkte mit einem sogenannten „charakteristischen Aroma“. Darunter versteht das Gesetz „einen von Tabakgeruch bzw. -geschmack unterscheidbaren Geruch oder Geschmack, der durch einen Zusatzstoff oder eine Kombination von Zusatzstoffen erzeugt wird – unter anderem Früchte, Gewürze, Kräuter, Alkohol, Süßigkeiten, Menthol oder Vanille„.

Neue Verpackungspflichten

Konkret bedeutet das: Tabaksticks mit Menthol-, Frucht- oder Vanillegeschmack werden aus den Regalen verschwinden. Im Handel bleiben dürfen ausschließlich Produkte ohne jegliche Zusatzaromatisierung.

Gleichzeitig werden die Verpackungsvorschriften angepasst: Erhitzte Tabakerzeugnisse werden künftig Zigaretten und Drehtabak bei der Kennzeichnung gleichgestellt. Das verpflichtet die Hersteller dazu, auch auf diesen Produkten die großformatigen kombinierten Gesundheitswarnungen mit Text und Schockbildern anzubringen.

Vom neuen Regelwerk ausgenommen bleiben E-Zigaretten, bei denen nikotinhaltige oder nikotinfreie Liquids verdampft werden.

WHO-Einschätzung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet Aromen als „eine bekannte Strategie der Tabakindustrie“, „um ihre Produkte für Jugendliche und Nichtraucher attraktiver zu machen, den Rauchgenuss zu mildern und den falschen Eindruck zu erwecken, diese Produkte seien weniger schädlich“.

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KO KOSMO-Redaktion
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