Trinkwasser für die Toilette, Leitungsdruck nur tagsüber – Österreichs Wasserversorgung steht unter Druck.
Ein Bericht in der „Krone“ vom Donnerstag hat aufgezeigt, dass eine Gemeinde angesichts von Wasserknappheit nicht nur zum sparsamen Umgang mit Wasser aufruft, sondern in bestimmten Gebieten die Versorgung in der Nacht vollständig unterbricht. Bei der betroffenen Gemeinde handelt es sich um Gaishorn am See im steirischen Bezirk Liezen, die seit Juli 2024 aufgrund anhaltender Trockenheit und sinkender Wasservorräte jede Nacht von 22:00 bis 6:00 Uhr die öffentliche Wasserversorgung abschaltet. Das Befüllen von Pools, das Gießen von Gärten und das Waschen von Autos ist dort bis auf Weiteres untersagt. Wenn Wasserreserven knapp werden, werden in der Regel zunächst private Haushalte gebeten, ihren Verbrauch einzuschränken und auf nicht zwingend notwendige Nutzung zu verzichten. Einige Leserinnen und Leser der „Krone“ zeigen dabei bereits vorbildliches Verhalten – darunter etwa der Nutzer denksportler.
Brauchwasser-Forderung
Zahlreiche Leserinnen und Leser sehen allerdings nicht nur die Bevölkerung in der Verantwortung, sondern fordern unter dem Stichwort „Macht endlich Brauchwasserleitungen!“ ein entschlossenes Handeln von Bund, Ländern und Gemeinden. Besonders der Umstand, dass in Österreich für die Toilettenspülung nach wie vor Trinkwasser verwendet wird, stößt dabei auf breite Kritik. Die Forderung lautet: Es brauche eine entsprechende Infrastruktur, die den Einsatz von Brauchwasser für nicht-Trinkzwecke ermöglicht.
Kritik an Maßnahmen
Unter dem Appell „Bitte endlich umdenken!“ kritisieren manche Leserinnen und Leser zudem die Bewässerung von als Sportplätze genutzten Wiesen – so etwa die Nutzerin Sana. Darüber hinaus stellt der Nutzer Guggi123 die nächtliche Unterbrechung der Wasserversorgung infrage: Diese Maßnahme sei wenig zielführend und könnte unter Umständen sogar einen gegenteiligen Effekt haben und den Wasserverbrauch insgesamt erhöhen.