Beim Energiegipfel der Trump-Administration geht es um mehr als nur Gas.
Am 24. Februar findet ein Energiegipfel statt, der vom National Energy Dominance Council (US-Energierat der Trump-Administration) ausgerichtet wird – einem Gremium, das die Trump-Administration vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hat. Die Eröffnung auf amerikanischer Seite übernimmt Innenminister Doug Burgum, der dem Rat auch vorsteht.
Bosnien und Herzegowina ist bei dem Treffen durch Außenminister Elmedin Konakovic vertreten. Ursprünglich hätte Außenhandels- und Wirtschaftsminister Stasa Kosarak teilnehmen sollen, der seine Teilnahme jedoch kurzfristig absagte. Neben Bosnien und Herzegowina sind Delegationen aus Griechenland, Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien, der Slowakei, Moldawien, der Ukraine, Kroatien, Litauen und Serbien dabei.
Fokus auf LNG
Im Verlauf des Tages werden die Teilnehmer Gespräche mit Spitzenmanagern amerikanischer und europäischer Energiekonzerne sowie mit US-Regierungsvertretern führen – darunter Handelsbeauftragter Jamieson Greer. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht der Bezug von Gas und anderen Energieträgern aus den USA, wobei Flüssigerdgas (LNG) eine besondere Rolle spielt.
Die Einladung an Bosnien und Herzegowina hängt unmittelbar mit dem geplanten Bau der sogenannten Südlichen Interkonnektionsleitung zusammen – einem Projekt, das amerikanisches LNG in weite Landesteile bringen soll und voraussichtlich von US-Unternehmen im Rahmen einer Konzession betrieben werden wird, die die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina zu vergeben hat.
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Strategisches Interesse
Offiziell zielt das Treffen auf eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der teilnehmenden Länder mit den Vereinigten Staaten ab. Das eigentliche strategische Interesse der amerikanischen Seite liegt jedoch darin, die Abhängigkeit der europäischen Partner von russischem Gas und anderen russischen Energieträgern schrittweise abzubauen. Bosnien und Herzegowina bezieht sein gesamtes Erdgas über die russische TurkStream-Pipeline und ist zu 100 Prozent von russischem Gas abhängig.
Den Abschluss des Gipfels bildet eine Rede von Chris Wright, stellvertretender Vorsitzender des National Energy Domination Council und US-Energieminister.