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Frist läuft ab

Trump droht Iran mit totaler Vernichtung: „Ausgelöscht in einer Nacht

Trump droht Iran mit totaler Vernichtung: „Ausgelöscht in einer Nacht
FOTO: EPA/JIM LO SCALZO
4 Min. Lesezeit |

Drohungen, Angriffe, abgelehnte Waffenruhe – der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran spitzt sich dramatisch zu.

US-Präsident Donald Trump hat den Iran in ungewöhnlich drastischen Worten bedroht. Bei einer Pressekonferenz am späten Montagabend ließ er keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit seiner Aussagen: „Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden – und diese Nacht könnte schon morgen sein.“ Sollten die laufenden Verhandlungen ohne Ergebnis enden, könne der Iran „innerhalb einer Nacht ausgeschaltet“ werden. Die Äußerungen fallen in eine Phase wachsender Anspannung, kurz vor dem Ablauf einer als entscheidend geltenden Frist.

Washington hat Teheran eine Frist gesetzt, die am Dienstagabend ausläuft. Die Forderung der USA lautet, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen. Die Straße von Hormuz wird vom Iran blockiert. Kommt es zu keiner Einigung, hat Trump Angriffe auf Kraftwerke und andere zentrale Infrastruktur in Aussicht gestellt. Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth signalisierte eine weitere Verschärfung der Lage. Die Militärschläge würden ausgeweitet, kündigte er an: „Heute werden wir so viele Angriffe fliegen wie noch nie seit Beginn. Morgen werden es noch mehr sein.“

Neue Angriffswelle

Die Kampfhandlungen in der Region dauern unterdessen an. Israel und die Vereinigten Staaten führten am Montag eine neue Angriffswelle gegen den Iran durch. Berichten zufolge kamen dabei mehr als 25 Menschen ums Leben, wobei sich diese Zahlen derzeit nicht unabhängig bestätigen lassen. Nach Angaben des Wirtschaftswissenschaftlers Mohammed Vesal wurde bei einem der Angriffe ein Gebäude für Informations- und Kommunikationstechnologie an der Sharif-Universität Teheran getroffen. Mehrere Staaten haben die Hochschule wegen mutmaßlicher Verbindungen zum iranischen Militär mit Sanktionen belegt, insbesondere im Zusammenhang mit dem ballistischen Raketenprogramm der Revolutionsgarde.

Das israelische Militär erklärte, mit dem Angriff eine bedeutende Einnahmequelle des Iran ins Visier genommen zu haben. South Pars gilt als das größte Erdgasfeld der Welt und wird von Iran und Katar gemeinsam genutzt. Es hat für die Energieversorgung und Stromproduktion des Landes eine herausragende strategische Bedeutung. Der Iran reagierte seinerseits mit Raketenangriffen, die sowohl Israel als auch arabische Golfstaaten trafen.

Seit Kriegsbeginn am 28. Februar sind im gesamten Nahen Osten nach aktuellen Schätzungen mehr als 5.200 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahlen beruhen auf einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf Angaben von Regierungen und Behörden stützt. Demnach wurden 3.546 Todesopfer im Iran registriert, 1.497 im Libanon, 34 in Israel, vier im besetzten Westjordanland, 108 im Irak sowie 41 in den Golfstaaten. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist gegenwärtig nicht möglich, weshalb sie lediglich als Annäherungswerte zu verstehen sind.

Der Iran hat am Montag eine vorgeschlagene 45-tägige Waffenruhe abgelehnt und stattdessen ein dauerhaftes Ende des Krieges verlangt. Teheran soll seine Position über Pakistan an die Vereinigten Staaten übermittelt haben, wobei Islamabad in dem Konflikt als wichtiger Vermittler gilt. Medienberichten zufolge umfasste die Botschaft eine Antwort mit zehn Punkten, darunter Vorschläge für den Wiederaufbau und die Aufhebung von Sanktionen. „Ein Ende des Krieges kommt für uns nur infrage, wenn garantiert ist, dass wir nicht erneut angegriffen werden“, sagte Mojtaba Ferdousi Pour, Leiter der iranischen diplomatischen Vertretung in Kairo. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Teheran der US-Regierung kein Vertrauen mehr entgegenbringe, nachdem es bei früheren Gesprächen zu Angriffen gekommen sei.

Rettung & Drohungen

Trump äußerte sich auch zu der Rettung eines US-Waffensystemoffiziers, dessen Flugzeug von iranischen Streitkräften abgeschossen worden war. Er beschrieb den Einsatz als aufwendig und mit dem Einsatz zahlreicher militärischer Kräfte verbunden. Nach Angaben des Präsidenten war der Offizier schwer verletzt, kämpfte sich jedoch durch schwieriges, bergiges Gelände und nahm schließlich Kontakt zu den US-Streitkräften auf. Insgesamt seien 155 Flugzeuge an der Rettungsmission beteiligt gewesen, darunter vier Bomber, 64 Kampfjets, 48 Tankflugzeuge und 13 Maschinen für die Bergung. Trump zufolge habe das Militär zudem gezielt versucht, die iranischen Streitkräfte über den tatsächlichen Suchort zu täuschen.

Darüber hinaus drohte der Präsident einem Medienunternehmen mit rechtlichen Konsequenzen, das Details zu dem Vorfall veröffentlicht hatte. Sollte die Quelle nicht preisgegeben werden, stellte er sogar eine Gefängnisstrafe in Aussicht. „Wir werden das herausfinden. Es geht um die nationale Sicherheit. Und die Person, die diese Geschichte geschrieben hat, wird ins Gefängnis kommen, wenn sie ihre Quelle nicht nennt“, sagte Trump.

Den Informanten bezeichnete er als „kranken Menschen“.

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KO KOSMO-Redaktion
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