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Milliardeneinsatz

Trump-Militäreinsatz verschlingt bereits Milliarden – kein Ende in Sicht

Trump-Militäreinsatz verschlingt bereits Milliarden – kein Ende in Sicht
Foto: epa/ABEDIN TAHERKENAREH
2 Min. Lesezeit |

Milliarden in wenigen Tagen: Der US-Militäreinsatz gegen den Iran entfaltet nicht nur militärische, sondern auch finanzielle Wucht.

Der US-Militäreinsatz mit dem Codenamen „Gewaltiger Zorn“, der sich in Luftangriffen auf den Iran manifestiert, hat Schätzungen zufolge allein in den ersten 100 Stunden Kosten in Milliardenhöhe verursacht – wobei die Bandbreite der kursierenden Zahlen beträchtlich ist. Das Wall Street Journal beziffert die Ausgaben der ersten vier Tage auf knapp elf Milliarden Dollar und stützt sich dabei auf Elaine McCusker, die während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den Verteidigungshaushalt verantwortlich zeichnete.

In diese Summe eingerechnet sind laut dem Bericht auch die Kosten für die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und rund 100 Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember. McCusker zufolge dürfte das Pentagon Abfangraketen im Wert von etwa 5,7 Milliarden Dollar eingesetzt haben, um iranische ballistische Raketen und Drohnen abzuwehren; weitere 3,4 Milliarden Dollar entfielen auf Bomben und sonstige Raketentypen. Gehälter, Ausbildungskosten sowie der Einsatz nationaler Ressourcen in der Region sind in dieser Kalkulation nicht berücksichtigt.

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Niedrigere Schätzung

Zu einer deutlich niedrigeren Einschätzung gelangt das in Washington ansässige Center for Strategic and International Studies: Das CSIS geht für denselben Viertageszeitraum von Kosten in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar – umgerechnet knapp 3,2 Milliarden Euro – aus und beruft sich dabei auf die wenigen Details, die das US-Verteidigungsministerium bislang öffentlich gemacht hat.

In einer Analyse vom Donnerstag hält die Denkfabrik fest: „Die Umstellung der US-Streitkräfte auf kostengünstigere Munition und der starke Rückgang iranischer Drohnen- und Raketenstarts werden die Kosten senken.“ Zugleich warnt das Institut: „Die zukünftigen Kosten werden jedoch maßgeblich von der Intensität der Operationen und der Wirksamkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen abhängen.“

Das CSIS verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sowohl Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth am Donnerstag – dem sechsten Tag der Angriffe – signalisiert hätten, der Konflikt könnte noch „Wochen“ andauern.