Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Waffenruhe

Trump stoppt Iran-Angriffe – Straße von Hormuz wird geöffnet

Trump stoppt Iran-Angriffe – Straße von Hormuz wird geöffnet
FOTO: EPA/JIM LO SCALZO
3 Min. Lesezeit |

Waffenruhe, Raketenbeschuss und eine Meerenge, die die Welt in Atem hält – der Konflikt zwischen Iran und USA erreicht eine neue Wendung.

Der Iran und die Vereinigten Staaten haben eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart, die unmittelbar mit der Öffnung der Straße von Hormuz verknüpft ist. US-Präsident Donald Trump hatte die Freigabe der Meerenge zur Voraussetzung für eine Feuerpause erklärt. Irans Außenminister Abbas Araqchi kündigte daraufhin an, den Schiffsverkehr durch die für den globalen Ölhandel strategisch bedeutsame Wasserstraße wieder zu ermöglichen.

Für den Fall einer Verweigerung hatte Trump Angriffe auf den iranischen Energiesektor sowie auf Infrastruktur wie Brücken angedroht. Den Krieg gegen den Iran hatten die USA gemeinsam mit Israel am 28. Februar begonnen.

Pakistans Vermittlerrolle

Wie das Portal Axios berichtete, soll die Waffenruhe in Kraft treten, sobald der Iran die Straße von Hormuz tatsächlich öffnet. Pakistan, das in dem Konflikt als Vermittler auftritt, erklärte hingegen, die Feuerpause gelte ab sofort. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif teilte mit, dass die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten sowie ihre Verbündeten einer sofortigen Waffenruhe zugestimmt hätten.

Sharif lud Delegationen beider Länder zu weiteren Gesprächen nach Islamabad ein, um die Grundlage für ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu schaffen. Beide Seiten hätten in den bisherigen Verhandlungen bemerkenswerte Weisheit und Verständnis bewiesen. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, man habe einen Zehn-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten, der eine praktikable Grundlage für Verhandlungen biete.

Ein persönlicher Gesandter von UNO-Generalsekretär António Guterres bereitet eine Reise in den Iran vor, um auf ein Ende der Kampfhandlungen hinzuwirken. Ob die Reise stattfinden kann, hängt jedoch von der aktuellen Sicherheitslage ab. Der iranische UNO-Botschafter erklärte, der Gesandte befinde sich bereits auf dem Weg nach Teheran.

Anhaltende Angriffe

Nur wenige Minuten nachdem Trump den Aufschub der US-Angriffe auf iranische Infrastruktur verkündet hatte, meldete die israelische Armee neue Raketenangriffe aus dem Iran. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz. In Jerusalem und in Jericho waren Explosionen zu hören.

Bei einem Angriff in Bagdad kamen zwei Menschen ums Leben, darunter ein Kind. In Doha wurden vier Personen durch Trümmerteile einer iranischen Rakete verletzt. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten über ihr Verteidigungsministerium iranische Angriffe auf ihr Territorium; das saudi-arabische Verteidigungsministerium gab bekannt, die Armee habe fünf Raketen abgefangen.

Der Iran wird seit Ende Februar von Israel und den USA massiv aus der Luft angegriffen. Teheran reagiert seither mit Gegenschlägen. Pro-iranische bewaffnete Gruppen beschießen regelmäßig Ziele im benachbarten Irak, die US-Botschaft in Bagdad wurde dabei mehrfach unter Beschuss genommen.

Militärstrategen aus mehr als 30 Ländern berieten in einer virtuellen Konferenz über Maßnahmen zur Öffnung der Straße von Hormuz nach einem möglichen Ende der Kampfhandlungen. Bereits vergangene Woche hatte die britische Regierung ein diplomatisches Treffen zu der Schifffahrtsroute abgehalten.

Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz weitgehend zum Erliegen gekommen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen