Zwei Jahre, eine Wohnung, eine Leiche – ein Fund in Triest wirft erschreckende Fragen über das Leben einer Ex-Polizistin auf.
In Triest hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eröffnet, nachdem bekannt wurde, dass eine Frau offenbar über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren gemeinsam mit der Leiche ihrer verstorbenen Mutter in derselben Wohnung gelebt hatte. Die 57-jährige Tochter, die früher als Polizistin tätig war, wurde wegen des Verbergens einer Leiche angezeigt. Der bereits mumifizierte Körper der Mutter befand sich im Schlafzimmer – bedeckt von einem Regenmantel und einem Haufen Kleidungsstücke.
Obduktion angeordnet
Um den genauen Todeszeitpunkt zu bestimmen, sind eine Obduktion sowie toxikologische Untersuchungen angeordnet worden. Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte der Tod der Frau bereits vor mehr als zwei Jahren eingetreten sein.
Auf den Fall aufmerksam geworden waren die Behörden durch einen Hinweis, da die ältere Frau seit geraumer Zeit von niemandem mehr gesehen worden war. Die Wohnung, die sich über zwei Stockwerke erstreckt, soll sich in einem stark vernachlässigten hygienischen Zustand befunden haben.
Psychiatrische Kontaktversuche
Wie aus Medienberichten hervorgeht, hatten auch psychiatrische Dienste zuvor mehrfach versucht, Kontakt zur ehemaligen Polizistin herzustellen – ohne Erfolg.
Die laufenden Ermittlungen sollen nun Aufschluss darüber geben, aus welchen Gründen die Tochter den Leichnam über so lange Zeit verborgen hielt.