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Naturkatastrophe

Unwetter-Chaos in Kroatien: 900 Einsätze, Zug entgleist, Straßen überflutet

Unwetter-Chaos in Kroatien: 900 Einsätze, Zug entgleist, Straßen überflutet
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

900 Feuerwehreinsätze, ein entgleister Zug, überflutete Straßen – Kroatien kämpft gegen eines der heftigsten Unwetter des Jahres.

Ein schweres Unwetter hat am Donnerstag weite Teile Kroatiens erfasst und massive Schäden hinterlassen. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, beschädigten Fahrzeuge und Gebäude – der Verkehr kam in zahlreichen Regionen zum Erliegen. In Zagreb wurden zwei Personen verletzt, darunter ein Kind.

Innerhalb von 24 Stunden rückte die Feuerwehr landesweit zu mehr als 900 Einsätzen aus, der Großteil davon in der Hauptstadt. Innenminister Davor Bozinovic bezeichnete die Lage in Zagreb als besonders kritisch: Sämtliche Einsatzkräfte seien mobilisiert, der Schulunterricht wurde abgesagt.

Massive Einsatzkräfte

Hauptfeuerwehrkommandant Slavko Tucakovic zufolge waren mehr als 2.800 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Erschwerend komme hinzu, dass starke Windböen Arbeiten in der Höhe zeitweise unmöglich machten und zusätzlich Überschwemmungen bewältigt werden müssten. Tucakovic appellierte eindringlich an die Bevölkerung, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen.

In der Gespanschaft Varaždin traten infolge der heftigen Niederschläge mehrere Wasserläufe über die Ufer. Milan Rezo von der Wasserwirtschaftsbehörde Hrvatske vode gab bekannt, dass der Vorbereitungszustand für die Hochwasserabwehr ausgerufen worden sei. Bürgermeister Sinisa Jenkac aus Novi Marof bestätigte Überflutungen an mehreren Stellen im Gemeindegebiet.

Zugunglück & Stromausfälle

In der Gespanschaft Koprivnica-Križevci kam es zu einem Zugunglück, als ein Zug auf einen quer über den Gleisen liegenden Baum prallte und entgleiste. Zwei Passagierinnen erlitten dabei leichte Verletzungen. Die Berufsfeuerwehr Krizevci verzeichnete allein 30 aktive Einsätze, vorwiegend zur Räumung umgestürzter Bäume.

Auch die Gespanschaft Krapina-Zagorje war schwer betroffen: Über 100 Feuerwehreinsätze wurden registriert, dazu kam es zu flächendeckenden Stromausfällen. Gespan Zeljko Kolar warnte, das Unwetter werde noch rund zehn Stunden anhalten. In mehreren Schulen wurde auf Fernunterricht umgestellt, an einzelnen Schulgebäuden entstanden kleinere Schäden.

Zagrebs Bürgermeister Tomislav Tomasevic trat zu einer außerordentlichen Pressekonferenz vor die Öffentlichkeit und rief die Stadtbevölkerung auf, Aufenthalte im Freien auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Die Direktion für Zivilschutz bestätigte, dass der Sturm in der gesamten Hauptstadt erhebliche Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden verursacht habe.

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KO KOSMO-Redaktion
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