Im Zuge einer Anzeige, die jüngst gegen den Wiener Ex-Vizebürgermeister Johann Gudenus eingegangen ist, stehen schwere Vorwürfe im Raum. Dem ehemaligen FPÖ-Politiker wird Körperverletzung sowie Freiheitsentziehung zur Last gelegt.

Vorwürfe nach Auseinandersetzung
Vorher soll Gudenus eine alte Bekannte und eine Freundin zu deren Wohnung im Bezirk Josefstadt begleitet haben. Plötzlich sei dort ein Mann aufgetaucht, wie die „Krone“ berichtete. Gudenus zufolge sei der Mann in eine der beiden Frauen verliebt gewesen, habe jedoch beide mit dem Tod bedroht. Gudenus habe versucht eine Frau vor einem Angriff zu schützen, woraufhin die Situation plötzlich in eine „Rangelei“ eskaliert sei. Er selbst habe dabei blaue Flecken und Kratzer erlitten.
Die Auseinandersetzung eskalierte demnach soweit, dass der Gegner, ein Mann, mit einem Messer bewaffnet, ihn und die Frau angegriffen habe. Das Küchenmesser, mit dem der Angreifer gedroht habe, maß um die 30 Zentimeter. Um halb 11 in der Nacht kam schließlich die Polizei, die dann die Tür aufbrach, da man aus der Wohnung Hilferufe hörte. Der vermeintliche Angreifer stellte sich vor der Polizei als Opfer dar.
Gudenus will auch Anzeige erstatten
Gudenus bestreitet jedoch jegliche Schuld in diesem Zusammenhang und plant nun seinerseits, gegen den Angreifer rechtliche Schritte einzuleiten. Diese Konfrontation stellt nicht nur ein persönliches Schlamassel für den Ex-Politiker dar, sondern wirft auch kritische Fragen bezüglich der Umstände auf, unter denen sich diese angebliche Schutzhandlung ereignet hat.