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MYSTERIÖSER MORDFALL

Vermisste Eltern in Südtirol: Frauenleiche gefunden

Vermisste Eltern in Südtirol: Frauenleiche gefunden
(FOTO: Landesfeuerwehrverband Südtirol / Facebook)
3 Min. Lesezeit |

Die Polizei sucht seit Wochen nach dem vermissten Lehrer-Paar aus Südtirol. Am Samstagvormittag wurde ein Leichnam am Ufer des Flusses Etsch entdeckt. Der Sohn des Ehepaares soll tatverdächtig sein.

Bericht: Leiche von der 68-Jahrigen an Fluss entdeckt
Die Suche nach dem Ehepaar wurde am Samstagvormittag entlang der Etsch fortgesetzt, das berichtet das italienische Nachrichtenportal „stol.it“. Der Suchtrupp soll kurz vor 10 Uhr zwischen den Orten St. Florian und Laag eine Leiche am Ufer gefunden haben. Es handle sich dabei um die vermisste Frau. Der Anwalt der Familie habe das dem Portal bereits bestätigt.

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Das gesamte Gebiet wurde nach dem Fund weiträumig abgesperrt. Daraufhin sei die Leiche zur weiteren Obduktion in ein Spital nach Bozen gebracht worden. Die Identität soll dort bestimmt worden sein, heißt es. Die Fahndung nach dem 64 Jahre alten Leichnam soll am Sonntag fortgesetzt werden.

Das Ehepaar wird seit dem 4. Jänner vermisst. Deren Tochter, die in München lebt, hatte einen Tag später eine Vermisstenanzeige bei den Beamten aufgegeben, nachdem sie ihre Eltern stundenlang nicht mehr erreichen konnte, so „stol.it“. Dutzende Fahndungen und Suchaktionen blieben zunächst ohne Erfolg, daher gingen die Einsatzkräfte erst von einem Unfall aus. Jedoch wurde im Laufe der Ermittlungen klar, dass das Ehepaar eines Tötungsdelikts geworden ist. Den Ermittlern geriet der Sohn des Ehepaar ins Visier, weil es widersprüchliche Aussagen bei der Befragung des 30-Jahrigen gegeben soll. An dem Tag soll der Sohn seine Freundin besucht haben. Jedoch habe er sich mehr als eine halbe Stunde verspätet, wofür er offenbar keine Erklärung hat.

Sohn Ende Jänner festgenommen:
Die Beamten vermuten, dass der Sohn in dieser Zeit die Mutter und den Vater ermordet, sie in deren Volvo geladen und anschließend von einer Brücke in den Fluss Etsch geworfen hat. Danach sei der 30-Jährige mit dem Auto zu seiner Freundin gefahren. Die Polizisten fanden Blutspuren an einem Brückengeländer, die sie seinem Vater zuordnen konnten. Gleich danach wurde der Sohn Ende Jänner festgenommen. Seitdem sitzt er wegen vermutlicher „zweifacher vorsätzlicher Tötung und Verbergens der Leichen“ in Untersuchungshaft.

Der Sohn wird laut „stol.it“ als „psychisch sehr labil“, impulsiv und aggressiv bezeichnet. Verwandte erzählen, dass er öfters Auseinandersetzungen mit seinen Eltern gehabt haben soll. Vermutlich wegen seines abgebrochenen Uni-Studiums.

Die Tochter hat sich inzwischen auch zu Wort gemeldet:„Es schmerzt mich sehr, mir vorzustellen, mit 26 Jahren meine Mutter und meinen Vater verloren zu haben – zu einem Zeitpunkt, an dem ich mit ihnen tagtäglich mein Leben teilte. Ich will die ganze Wahrheit wissen, was an jenem Abend passiert ist – egal, was dabei herauskommt“, sagt sie gegenüber der Tageszeitung „Alto Adige“.

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KO KOSMO-Redaktion
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