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Razzia

Vermisstes Mädchen in Wiener Problemhaus gefunden – Kosovare festgenommen

(FOTO: Stadt Wien/Gruppe Sofortmaßnahmen)
(FOTO: Stadt Wien/Gruppe Sofortmaßnahmen)

In Wien-Döbling kam es zu einer erschütternden Entdeckung, als Behörden ein Problemhaus durchsuchten: Ein als abgängig gemeldetes Mädchen wurde in katastrophalen Wohnverhältnissen aufgefunden. Zudem führte die Razzia zur Festnahme eines 28-jährigen Kosovaren.

Innerhalb der verfallenen Mauern eines als Problemhaus bekannten Gebäudes in Wien-Döbling enthüllte eine kürzlich durchgeführte Razzia erschreckende Zustände. Beamte der Landespolizeidirektion Wien fanden dort ein junges Mädchen, das zuvor als vermisst gemeldet wurde, umgeben von Schutt und Abfall. Die sofortige Benachrichtigung des Jugendamtes setzte die Untersuchung der unglücklichen Umstände in Gang. Darüber hinaus mündete der Einsatz in der Festnahme eines aus dem Kosovo stammenden Mannes, der sich nun mit fremdenrechtlichen Vorwürfen konfrontiert sieht.

Wiener Horror-Haus

Die Untersuchung des Gebäudes offenbarte gravierende Mängel sowohl in der Struktur als auch in der Sicherheit, einschließlich illegal durchgeführter Stromanschlüsse und schwerwiegender Verstöße gegen Brandschutzbestimmungen. Bauaufsichtsbehörden stießen weiter auf bauliche Defizite und nicht genehmigte Veränderungen, die das marode Gebäude prägten. Hinzukommend leiden die Bewohner unter den hochgradig unhygienischen Bedingungen sowie einer ausgeprägten Ratten- und Taubenplage, die das Haus befallen haben.

Unzumutbaren Bedingungen

Walter Hillerer, der Leiter des Einsatzteams, betonte die Bedeutung dieser Vorfälle für die Sicherheit der Stadtbewohner. Er hob die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden und der Polizei hervor, um solchen Gefahrenherden entgegenzuwirken. Die Ereignisse in Wien-Döbling erinnern an ähnliche Fälle, in denen Menschen unter unzumutbaren Bedingungen hausen mussten – eine Problematik, die immer wieder in bestimmten Wiener Bezirken zum Vorschein kommt.

An der umfangreichen Aktion beteiligten sich neben dem Team für Sofortmaßnahmen auch die Baupolizei, das Hygienezentrum, die Wiener Netze und andere spezialisierte Einheiten der Stadtverwaltung. Zusammenarbeit und koordinierte Einsätze wie diese sind entscheidend, um die Sicherheit und Lebensqualität in den Wohngebieten Wiens zu gewährleisten und aufrechtzuerhalten.

Während die zuständigen Behörden nun weitere Schritte zur Behebung der festgestellten Missstände einleiten, bleibt die Frage offen, wie viele solcher Problemhäuser noch unentdeckt sind und welche Maßnahmen erforderlich sind, um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern.

Quelle: Stadt Wien