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Vermisstendrama

Verzweifelter Notruf, dann Stille: Brite verschwindet in Dracula-Bergen

Verzweifelter Notruf, dann Stille: Brite verschwindet in Dracula-Bergen
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Seit Tagen fehlt jede Spur von George S. Der 18-jährige britische Student setzte einen verzweifelten Notruf aus den rumänischen Bergen ab – dann verschwand er.

Der 18-jährige Brite George S. wird seit Ende November in den rumänischen Bergen vermisst. Der Student aus Shropshire (Großbritannien), der an der Universität Bristol eingeschrieben ist, hatte am 23. November einen Notruf aus dem Tiganesti-Tal in Siebenbürgen (Rumänien) abgesetzt. Seither fehlt von dem jungen Mann jede Spur. Nach Medienberichten befand er sich auf einem Wanderweg in Richtung Bran, jener Ortschaft, die für das mit der Dracula-Legende verbundene Schloss bekannt ist.

Sebastian Marinescu vom lokalen Bergrettungsdienst teilte der BBC mit, dass der Vermisste während des Notrufs „desorientiert“ und „körperlich erschöpft“ gewirkt habe. Zudem habe er Anzeichen einer Unterkühlung gezeigt, bevor der Kontakt abbrach. Die bisherigen Suchmaßnahmen blieben erfolglos. Die Einsatzkräfte fanden lediglich seinen Rucksack an der Stelle, von der aus der Hilferuf erfolgt war.

Trotz umfangreicher Bemühungen mit Hundestaffel, Hubschrauber und einer wärmebildfähigen Drohne konnte der junge Brite nicht lokalisiert werden.

Fortgesetzte Suche

Die Suche nach dem vermissten 18-Jährigen soll am Donnerstag fortgesetzt werden, wie die BBC berichtet. Zuvor mussten die Rettungsarbeiten aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse und erhöhter Lawinengefahr unterbrochen werden. Der Student hatte das Skigebiet Poiana Brasov verlassen und wollte offenbar seine Wanderung in Richtung der Gemeinde Bran fortsetzen.

@bbcnews

Der rumänische Bergrettungsdienst Salvamont Brasov informierte via Facebook, dass ein 17-köpfiges Rettungsteam die Suche am Morgen wieder aufgenommen hat. Die Einsatzbedingungen werden durch frischen Schneefall, dichten Nebel und Minustemperaturen erheblich erschwert.

In Zusammenarbeit mit den Angehörigen des Briten, die inzwischen nach Rumänien gereist sind, versuchen die Einsatzkräfte, seine Wanderroute möglichst genau nachzuvollziehen. Der Bergrettungsdienst stellte in seinem Beitrag klar, dass keine konkreten Hinweise vorliegen, wonach der Vermisste tatsächlich gezielt zum Schloss Bran unterwegs war.

Rätselhafte Umstände

Laut Marinescu wurde George S. während des Notrufs angewiesen, auf demselben Weg zurückzugehen und in Bewegung zu bleiben. Offensichtlich hat der junge Mann diese Anweisung nicht befolgt oder konnte den Rückweg nicht mehr finden. „Wir können immer noch nicht vollständig verstehen, warum er weiter- und nicht zurückgegangen ist – zumal es um diese Jahreszeit bereits gegen 17:00 Uhr dunkel wird“, erklärte der Bergretter gegenüber BBC.

Wie die Mutter des Vermissten im Gespräch mit Times Magazine mitteilte, hatte ihr Sohn ihr gegenüber die Reise verschwiegen, um sie nicht zu beunruhigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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