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Papst Leo XIV.

Vom Mathematiker zum Papst: Der stille Aufstieg des Robert Prevost (VIDEO)

Vom Mathematiker zum Papst: Der stille Aufstieg des Robert Prevost (VIDEO)
FOTO: EPA-EFE/VATICAN MEDIA HANDOUT
3 Min. Lesezeit |

Vom Mathematiker zum Kirchenmann: Robert Francis Prevost verbindet Welten zwischen Amerika und Lateinamerika. Seine Karriere führte ihn nun an die Spitze der katholischen Kirche.

Robert Francis Prevost kam am 14. September 1955 in Chicago zur Welt. Nach seinem Mathematikstudium an der Villanova University entschied er sich 1977 für den Eintritt in den Augustinerorden und empfing 1982 die Priesterweihe. Seine akademische Bildung vervollständigte er mit einem Doktorat in Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin in Rom.

Ab 1985 begann sein Wirken als Missionar in Peru, wo er zunächst als Kanzler der Territorialprälatur Chulucanas tätig war und später die Leitung des Augustinerseminars in Trujillo übernahm. 1999 führte ihn sein Weg zurück in die Vereinigten Staaten, wo er zum Provinzial der Augustiner in Chicago ernannt wurde. Seine Führungsqualitäten wurden 2001 mit der Wahl zum Generalprior des gesamten Ordens gewürdigt – eine Position, die er bis 2013 innehatte.

Kirchliche Laufbahn

Im Jahr 2014 berief ihn Papst Franziskus zum Apostolischen Administrator von Chiclayo in Peru, bevor er ein Jahr darauf zum Bischof dieser Diözese ernannt wurde. Seine langjährige Tätigkeit in Lateinamerika und seine Verbundenheit mit den Anliegen des Heiligen Vaters qualifizierten ihn 2023 besonders für die Position des Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe, die er bis April 2025 bekleidete.

Am 30. September 2023 nahm Papst Franziskus ihn in das Kardinalskollegium auf. Durch seine besonnene, aber zugleich entschlossene Wesensart und sein Talent, verschiedene kirchliche Strömungen miteinander zu verbinden, erwarb er sich weitreichende Anerkennung.

Papst-Anwärter

In einem Gespräch unterstrich er seine Überzeugung mit den Worten: „Der Bischof ist zu diesem Charisma berufen, den Geist der Gemeinschaft zu leben, die Einheit in der Kirche, die Einheit mit dem Papst zu fördern.“ Mit seinem weltweiten Erfahrungsschatz, seiner tiefen spirituellen Verwurzelung und seinem Einsatz für eine synodale Kirchengemeinschaft galt Robert F. Prevost als einer der aussichtsreichsten Anwärter auf das Papstamt – ein diskreter Favorit, der weltweit die Zuneigung zahlreicher Gläubiger gewonnen hat.

Diese Erwartungen haben sich nun bestätigt. Am 6. Februar 2025 erhob Papst Franziskus Prevost zum Kardinalbischof des suburbikanischen Bistums Albano, was seine Position innerhalb der kirchlichen Hierarchie weiter stärkte. Nur wenige Tage später, am 11. Februar, verlieh ihm der Großmeister des Malteserordens, Fra‘ John Dunlop, die Ehreninsignien des Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli. In kirchlichen Kreisen gilt der ehemalige Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe mit seinen moderaten Positionen und seiner Fähigkeit zur Vermittlung zwischen verschiedenen kirchlichen Strömungen als aussichtsreicher Kandidat für das anstehende Konklave.

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KO KOSMO-Redaktion
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