Paris Saint-Germain hat das scheinbar Unmögliche vollbracht: Den Champions-League-Titel ohne die großen Namen wie Messi, Mbappé oder Ibrahimovic. Luis Enrique gelang in nur zwei Jahren ein bemerkenswerter Umbruch. Während PSG unter den katarischen Eigentümern jahrelang Unsummen in Superstars investierte, setzte der spanische Coach auf ein junges, dynamisches Kollektiv – und wurde mit dem wichtigsten Vereinstitel Europas belohnt.
Bei seiner Amtsübernahme vor zwei Jahren hatte Enrique eine klare Vision. Gemeinsam mit Klubpräsident Nasser Al-Khelaifi und Sportdirektor Luis Campos wollte er eine neue Ära einläuten. „Wir wollten ein Team mit einer frischen Perspektive aufbauen“, erklärte Enrique. Der Fokus lag auf Teamgeist statt Einzelkönnern. Bemerkenswert: Von der Mannschaft der Saison 2022/23 blieben nur sieben Spieler übrig – Donnarumma, Hakimi, Marquinhos, Kimpembe, Mendes, Ruiz und Vitinha.
Radikaler Umbruch
Der radikale Umbruch begann mit den Abgängen von Neymar und Verratti. Es folgten weitere prominente Verkäufe: Draxler wechselte zu Al-Ahli, Icardi zu Galatasaray und Messi in die amerikanische MLS (Major League Soccer). Die Kaderbereinigung setzte sich fort – Xavi Simons, Manuel Ugarte und schließlich auch Superstar Mbappé, der bei Real Madrid anheuerte, verließen den Verein. Trotz dieser massiven Abgänge triumphierte PSG am Ende auf Europas größter Fußballbühne.
Nicht alle Transfers erwiesen sich als Glücksgriffe. Die Verpflichtungen von Kolo Muani und Goncalo Ramos blieben hinter den Erwartungen zurück. Dafür entwickelte sich Ousmane Dembélé zum europäischen Spitzenangreifer. Junge Talente wie Bradley Barcola und Lucas Beraldo zeigten ihr enormes Potenzial.
In der Folgesaison verstärkte sich der Klub mit Kvaratskhelia, João Neves und Willian Pacho. Als Schlüsseltransfer erwies sich Désiré Doué aus Rennes, der im Champions-League-Finale zum überragenden Akteur avancierte.
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Strahlende Zukunft
Unter Enriques Führung blühte besonders Vitinha auf und entwickelte sich neben Dembélé zum Leistungsträger. PSG hat nun nicht nur die begehrte Trophäe in der Vitrine, sondern auch ein junges Team mit strahlender Zukunft. Die Altersstruktur ist beeindruckend: Zaïre-Emery, Mayulu und Doué sind erst 19 Jahre alt, João Neves 20, Beraldo 21, Mendes und Barcola 22, Ramos und Pacho 23, Kvaratskhelia und Kang 24, Vitinha 25, Donnarumma und Hakimi 26 – einzig Abwehrchef Marquinhos hat die 30 bereits überschritten.
Einzig Abwehrchef Marquinhos hat die 30 bereits überschritten.