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Tradition

Von geretteten Heiligen und magischen Eiern: Ostertradition enthüllt

Von geretteten Heiligen und magischen Eiern: Ostertradition enthüllt
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Von rettenden Frauen, die Jesus durch Eierbemalen ablenkten, bis zu Maria Magdalenas Wunder vor Kaiser Tiberius – die Tradition der Ostereier hat faszinierende Wurzeln.

Das Eierbemalen zählt zu den ältesten Traditionen überhaupt und reicht bis in vorchristliche Epochen zurück. Seit jeher gelten Eier als kraftvolle Symbole für Geburt und die Überwindung des Todes – wenn die Schale bricht, entsteht neues Leben. Doch warum verbinden wir ausgerechnet das Osterfest mit dem Ei? KOSMO ist dieser Frage nachgegangen.

Die ersten dokumentierten Verbindungen zwischen Ostern und gefärbten Eiern stammen aus dem 12. Jahrhundert, während in Serbien diese Tradition erstmals im 16. Jahrhundert schriftlich erwähnt wurde. Verschiedene Überlieferungen erklären den Ursprung dieser Tradition.

In manchen Regionen Serbiens, besonders in Sumadija (Waldgebiet in Zentralserbien), erzählen ältere Generationen von Frauen, die Jesus durch eine List retteten. Als sie sahen, wie Christus vor Soldaten flüchtete, begannen sie spontan, Eier zu bemalen. Die verblüfften Verfolger hielten inne, da sie mit diesem unbekannten Brauch nicht vertraut waren. Der Überlieferung nach segnete Gott diese Frauen, wodurch das Eierbemalen zur Tradition wurde.

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Legenden und Überlieferungen

Eine andere Legende verknüpft den Brauch mit Maria Magdalena. Der Erzählung nach reiste sie nach Rom, um die Botschaft Christi zu verbreiten. Bei Kaiser Tiberius erschien sie mit einem Korb voller Eier als Geschenk. Der skeptische Herrscher zweifelte an der Auferstehung. Als Maria Magdalena verkündete: „Christus ist auferstanden“, verwandelten sich sämtliche weißen Eier im Korb augenblicklich in rote.

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Weitere Überlieferungen berichten von den Wächtern am Grab Christi, die dort Hühnchen verzehrten. Einer von ihnen fürchtete ständig die Auferstehung Jesu, was seine Kameraden belustigt habe. Sie verspotteten ihn mit den Worten, Christus würde erst auferstehen, wenn ihr gebratenes Huhn davonfliege und ein rotes Ei lege. In diesem Moment sei genau das geschehen, und Christus sei in den Himmel aufgestiegen.

Symbolische Bedeutung

Allen Erzählungen gemeinsam ist ihre Symbolik: Am Karfreitag werden Eier gefärbt, um an das unschuldig vergossene Blut und die Auferstehung Christi zu erinnern.

Regionale Unterschiede in der Osterei-Tradition

Die Ostereitraditionen unterscheiden sich je nach Region deutlich. In Ländern des Balkanraums wie Serbien, Bosnien oder Kroatien werden bevorzugt rote Eier gefärbt, die symbolisch für das vergossene Blut Christi stehen. Der orthodoxe Kulturkreis beginnt mit dem Eierfärben häufig bereits am Gründonnerstag oder Karfreitag.

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In Österreich hingegen dominieren bunte Farben, und das Färben findet traditionell am Karsamstag statt. Besonders beeindruckend ist die Tradition der „Pysanky“ in der Westukraine und Teilen Rumäniens – eine regelrechte Kunstform, bei der mit Wachs und natürlichen Farbstoffen komplizierte Muster auf die Eier aufgetragen werden.

Warum ist Karfreitag kein Feiertag in Österreich? In Österreich gilt der Karfreitag nicht mehr als gesetzlicher Feiertag. Stattdessen wurde der persönliche Feiertag eingeführt.

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KO KOSMO-Redaktion
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