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Gewaltverbrechen

Wegen 100 Euro: Zwei Männer in Wien gequält und erniedrigt

Wegen 100 Euro: Zwei Männer in Wien gequält und erniedrigt
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

100 Euro Schulden, stundenlange Tortur: In Wien eskaliert ein Drogenstreit in eine Nacht voller Gewalt und Erniedrigung.

In der Nacht auf den 1. März wurden ein 19-Jähriger und sein Begleiter in Wien mit den Worten in ein Auto gelockt: „Einsteigen, sonst passiert etwas Schlimmes.“ Die beiden stiegen ein – und erlebten danach stundenlange Qual: Fauststöße, Schläge mit einer Schrotflinte, Drohungen mit einem Schwert. Auf dem Boden kniend, den Blick gesenkt, durften sie sich nicht rühren.

Was mit einer offenen Rechnung aus einem mutmaßlichen Drogengeschäft begann, eskalierte zu einem stundenlangen Gewaltexzess. Drei Männer – 20, 21 und 23 Jahre alt, aus Indien und Serbien – müssen sich nun vor einem Wiener Gericht verantworten.

Laut Anklageschrift sollen sie zwei Männer wegen einer Schuld von gerade einmal 100 Euro über Stunden vergewaltigt, eingesperrt, genötigt, beraubt, verletzt und erpresst haben.

Stundenlange Folter

Neben einem Metallarmreif und einem Schlagring sollen die Täter auch einen Elektroschocker eingesetzt haben – an den Genitalien der Opfer. Unter höhnischem Gelächter wurden beide zum Drogenkonsum gezwungen. Einem der Opfer befahl das Trio unter Todesdrohungen, sich auf eine leere Whiskey-Flasche zu setzen – eine besonders erniedrigende Tat, so die Staatsanwaltschaft Wien. Beide Opfer verloren den Angaben zufolge infolge der Schmerzen zeitweise das Bewusstsein.

Als Bedingung für ihre Freilassung mussten die Männer ihre iPhones und Jacken herausgeben. Vom zweiten Opfer forderten die Täter zusätzlich 500 Euro, die dieser in seiner Verzweiflung vom Vater borgen musste, sowie die PlayStation 5 seiner Freundin. Mit Nasenbeinbrüchen, Schädelprellungen, Halsverletzungen und zahlreichen weiteren Blessuren wurden die beiden schließlich freigelassen.

Prozess läuft

Im Krankenhaus machten beide zunächst falsche Angaben zur Herkunft ihrer Verletzungen – aus Angst und Scham, wie es heißt. Zwei der drei Angeklagten, vertreten durch die Kanzlei Rast/Musliu, zeigten sich bei ihren Einvernahmen weitgehend geständig.

Der dritte Beschuldigte, dessen Verteidigung Anwalt Sascha Flatz übernommen hat, verweigerte bislang jede Aussage. Der Prozess wurde am Donnerstag, dem 13. März 2025, als Verhandlung vor einem Schöffensenat am Wiener Landesgericht für Strafsachen eröffnet.

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KO KOSMO-Redaktion
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