In Wien sieht sich die Stadt weiterhin mit der Herausforderung illegaler Kurzzeitvermietungen konfrontiert. Diese Praktiken beeinträchtigen nicht nur den Zugang zu dringend benötigtem Wohnraum, sondern treiben auch die Mietpreise in die Höhe.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Stadt bereits strenge Regeln für Kurzzeitvermietungen erlassen und kürzlich verschärft. Verstöße können gemeldet werden. Die Baupolizei prüft die Fälle und kann Strafanträge bei der zuständigen Magistratsabteilung MA 64 einreichen.
Im Herbst letzten Jahres appellierte Daniel Harrasser, Bezirksrat der Links-Partei im 3. Bezirk, an die Einwohner, verdächtige illegale Vermietungen zu melden. Das Echo war bemerkenswert: 400 solcher Meldungen wird Harrasser nun an die Behörden weiterleiten. Laut der Arbeiterkammer sind allein in Wien etwa 14.000 Wohnungen auf Airbnb inseriert, was das verfügbare Wohnraumangebot verknappen und Mietsteigerungen provozieren kann. Harrasser betont, dass jede legalisierte Airbnb-Wohnung dazu beitragen kann, den Zugang zu herkömmlichem Mietraum zu verbessern.
Initiative für ganz Wien
Die Links-Partei plant, ihre Initiative zur Bekämpfung illegaler Vermietungen auf die gesamte Stadt auszudehnen. Hinweise auf illegale Vermietungen können über ein Formular oder per E-Mail anonym eingereicht werden. Diese Informationen sollen dann an die Magistratsabteilung MA 37 übermittelt werden, wie Amela Pokorski, Links-Sprecherin und Bezirksrätin, erklärt.
Laut Gesetz darf Wohnraum maximal 90 Tage im Jahr touristisch genutzt werden. Ausnahmen erfordern die Zustimmung aller Wohnungseigentümer und müssen bei der MA 37 beantragt werden. Harrasser unterstreicht, dass es nicht um private Vermieter geht, die ihre Wohnungen gelegentlich während eigener Abwesenheiten vermieten. Vielmehr handelt es sich um große Anbieter, die dutzende Wohnungen permanent und illegal vermarkten.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
Im Bestreben, den Wiener Wohnungsmarkt zu entlasten, haben strenge Regulierungen und die aktive Meldung illegaler Vermietungen hohe Priorität. Es bleibt abzuwarten, wie effektiv diese Maßnahmen die vielfältigen Herausforderungen des Wiener Immobilienmarkts bewältigen können.