Sommer, Sonne, Sicherheit: In Wiens Freibädern gelten strenge Regeln – und wer sie bricht, riskiert mehr als nur einen nassen Abgang.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, ein klarer Verhaltenskodex und der Einsatz zusätzlicher Sicherheitskräfte: Die Wiener Bäder reagieren auch in diesem Sommer mit verschärften Maßnahmen auf die anhaltenden Herausforderungen rund um die Sicherheit an den Beckenrändern.
Seit mehr als einem Monat läuft die heurige Badesaison – und das Thema Sicherheit begleitet sie wie in den Jahren zuvor. Immer wieder sorgten Übergriffe auf weibliche Badegäste für Aufsehen. Ein besonders gravierender Vorfall ereignete sich in der vergangenen Saison im Laaerbergbad in Wien-Favoriten, wo sich fünf Männer an einem jungen Mädchen vergangen haben sollen.
Verstärkte Präsenz
Das Stadionbad im Wiener Prater verfolgt dabei einen selbständigen Ansatz: Professionelle Sicherheitsmitarbeiter sind dort auch heuer auf den weitläufigen Liegewiesen unterwegs, um die Einhaltung der Badeordnung sicherzustellen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 bislang 92 Polizeieinsätze in den Wiener Bädern verzeichnet – bei einer Besucherzahl von über drei Millionen Gästen.
Gemeinsam mit der Polizei setzen die Wiener Bäder erneut auf gezielte Präventions- und Aufklärungsarbeit. Mitarbeiter sowie Führungskräfte werden eigens geschult, Polizeibeamte sind sowohl uniformiert als auch in Zivil rund um die Bäder präsent. Zivilpolizisten erhalten wie bereits in den Vorjahren freien Eintritt, sofern sie sich bereit erklären, im Bedarfsfall einzugreifen.
Klares Hausverbot
Darüber hinaus gilt ein unmissverständlicher Verhaltenskodex. „Wer sich danebenbenimmt, bekommt unbefristetes Hausverbot“, stellt Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) klar.