Ein Kärntner muss sich vor Gericht verantworten, weil er bei der Amputation eines männlichen Geschlechtsteils anwesend gewesen sein soll. Für diesen Vorfall, der sich bereits vor mehreren Jahren ereignete, reiste der Beschuldigte eigens nach Deutschland.
Laut den Ermittlungen half er bei den Vorbereitungen zur Entfernung und verfolgte den unter Betäubungsmitteln durchgeführten Eingriff als Zuschauer. Der Geschädigte musste anschließend in einem Krankenhaus behandelt werden. Gegenwärtig befindet sich der Kärntner in Untersuchungshaft.
Psychische Störungen
Rechtsanwalt Philipp Tschernitz erklärte gegenüber der „Kleinen Zeitung“, dass sein Mandant unter erheblichen psychischen Störungen leide und den Wunsch habe, „geschlechtslos“ zu sein. Aufgrund dieser psychischen Beeinträchtigungen wird eine Unterbringung in einer forensisch-therapeutischen Einrichtung in Erwägung gezogen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
Die Anklage umfasst noch einen weiteren Tatbestand: Bei dem Mann wurde auch „bildlich sexualbezogenes Kindesmissbrauchsmaterial“ sichergestellt.
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