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Kleiner Kämpfer

Wunder: Alim wog bei der Geburt nur 370 Gramm – und überlebte!

Symbolbild (FOTO: iStock/Farrukh Saeed)
Symbolbild (FOTO: iStock/Farrukh Saeed)

In einer herausfordernden Situation, die medizinische Fachkräfte vor schwere Entscheidungen stellte, wurde ein sensationelles medizinisches Ereignis in Kärnten dokumentiert. Eine schwangere Frau aus Kärnten, die sich in der 23. Woche befand, trug in sich einen Fötus, dessen Versorgung als kritisch eingestuft wurde. Die Sorge der Ärzte konzentrierte sich insbesondere auf das geringe Gewicht des Ungeborenen – ein Aspekt, der die Chancen einer erfolgreichen Frühgeburt deutlich beeinträchtigte.

Ein außergewöhnlicher Überlebenskampf

Mithilfe einer sorgfältig durchgeführten Cortisontherapie gelang es den Medizinern, einen kritischen Reifeprozess in der Lungenentwicklung des Fötus zu fördern. Diese Maßnahme ebnete schließlich den Weg für die Geburt des kleinen Alim am 20. Dezember 2023. Mit einem Geburtsgewicht von lediglich 370 Gramm und einer Körperlänge von 25 Zentimetern markierte Alims Ankunft ein medizinisches Wunder – er wurde zum kleinsten Neugeborenen, das jemals in Kärnten das Licht der Welt erblickte, wie Experten gegenüber der „Krone“ bestätigten. Ein wichtiger Meilenstein, da sogar 400 Gramm als kritische Grenze für die Lebensfähigkeit von Frühchen angesehen werden.

Überlebenskampf auf der Intensivstation

Die folgenden Monate stellten für Alim und sein medizinisches Team eine Zeit der Hoffnung, aber auch großer Herausforderungen dar. Sein Vater Senad Hadzic erinnert sich: „Als ich das erste Mal meinen Sohn auf die Brust gelegt bekam, hatte ich Angst, denn er war so leicht, dass ich ihn gar nicht spürte.“ Die Intensivstation wurde zu Alims Zuhause, in dem er Tag für Tag einen Kampf ums Überleben führte, den er letztendlich mit Bravour meisterte. Seine beeindruckende Entwicklung wurde auch durch den Einsatz eines „Birth-Trolleys“ unterstützt, einem innovativen Gerät, das Kindern wie Alim einen besseren Start ins Leben ermöglicht.

Der „Birth Trolley“, ein mobiler Intensivversorgungsplatz, wird direkt über dem Bauch der Mutter platziert, und enthält alle erforderlichen Geräte für die Erstversorgung von Frühchen. Das Neugeborene kann so länger an der Nabelschnur belassen werden. Oberärztin Dr. Claudia Kanduth erklärt, dass das Baby auf diese Weise auch nach der Geburt noch über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt wird: „Das schenkt ihm und uns die Zeit, die Atmung natürlich einsetzen zu lassen“. Erst wenn die Werte des Kindes passen, wird abgenabelt.

Endlich zuhause

Heute, nach 115 Tagen intensiver Pflege und unermüdlichen Bemühungen sowohl der medizinischen Fachkräfte als auch Alims selbst, hat das kleine Wunder eine beeindruckende Entwicklung vollzogen. Mit einem Gewicht von 3.718 Gramm – ein zehnfacher Anstieg seines Geburtsgewichts – hat Alim bewiesen, dass er ein wahrer Kämpfer ist. Sein Gesundheitszustand hat sich so weit stabilisiert, dass er am 13. Mai, nach fünf langen Monaten, mit seinen Eltern Senad und Dzehva Hadzic, das Krankenhaus verlassen durfte.