Drama in Cardiff: Bosnien zwingt Wales in die Verlängerung – und behält am Ende die cooleren Köpfe vom Elfmeterpunkt.
Das Spiel im Cardiff City Stadium vor mehr als 30.000 heimischen Fans beginnt mit Wales als leichtem Favoriten – doch die Zmajevi kommen keineswegs als Statisten. Craig Bellamy schickt folgende Elf ins Rennen: Darlow, Williams, Lawlor, Ampadu, Rodon, Dasilva, D. James, Wilson, J. James, Brooks und Johnson. Sergej Barbarez setzt auf Nikola Vasilj im Tor; davor Tarik Muharemovic, Sead Kolasinac, Amar Dedic und Nikola Katic; im Mittelfeld Benjamin Tahirovic, Ivan Sunjic, Amar Memic und Esmir Bajraktarevic; in der Offensive Ermedin Demirovic und Edin Dzeko.
Die Anfangsphase verläuft ereignisarm – bis Wales in der 23. Minute erstmals aufzeigt: Wilson zieht scharf von rechts ab und trifft den Pfosten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit fällt dann das erste Tor: Daniel James nutzt einen Fehler von Tahirovic und bringt Wales in der 52. Minute in Front. Sieben Minuten später scheitert James mit einem weiteren Versuch an der Latte.
Dzekos Ausgleich
Bosnien findet daraufhin besser ins Spiel und kommt in der 63. Minute zur größten Chance: Dzeko legt per Kopf auf Demirovic ab, dessen Kopfball jedoch von Darlow pariert wird. Die Entscheidung fällt nicht in der regulären Spielzeit. In der 86. Minute schlägt Alajbegovic eine Ecke herein, Dzeko steigt hoch und köpft zum 1:1 ein.
Nach Ablauf der 90 Minuten geht es in die Verlängerung. Dort vergibt Bajraktarevic eine Topchance kläglich – aus zwölf bis dreizehn Metern, völlig unbedrängt, schießt er am Tor vorbei. Auf der anderen Seite rettet Muharemovic in höchster Not, als er einen Schuss von Wilson mit dem Kopf von der Torlinie kratzt. Beide Teams agieren in der Folge mit zunehmender Vorsicht, das Ergebnis bleibt unverändert – Elfmeterschießen.
Nervenstarke Zmajevi
Vom Punkt beweisen die Zmajevi die stärkeren Nerven. Tabakovic, Basic, Hadziahmetovic und Alajbegovic verwandeln sicher, lediglich Demirovic scheitert. Wales trifft durch Wilson und Harris, doch Johnson und Williams vergeben – Endstand 4:2 im Elfmeterschießen.
Bosnien und Herzegowina hat damit das WM-Playoff-Finale gegen Italien gebucht.