Zweimal in wenigen Tagen, derselbe Park, dieselbe Brutalität – der Esterhazypark in Wien sorgt für Schlagzeilen.
Freitagabend wurden im Wiener Esterhazypark zwei Jugendliche durch Messerstiche verletzt. Ein 16-Jähriger und ein 17-Jähriger erlitten dabei jeweils mindestens eine Stichwunde am Oberschenkel, wie Polizeisprecher Markus Dittrich am Samstag bekannt gab. Passanten bemerkten die verletzten Jugendlichen und alarmierten die Einsatzkräfte.
Im Zuge einer unmittelbar eingeleiteten Fahndung konnte ein 18-jähriger Iraker als Tatverdächtiger festgenommen werden.
Vorfall zu Ostern
Bereits in der Nacht auf Ostermontag war es im selben Park zu einem Vorfall gekommen: Eine Gruppe von zehn Personen stoppte vier junge Männer und forderte sie auf, ihnen mit ihrem Fahrzeug in den Park zu folgen. Das Quartett kam dieser Aufforderung offenbar nach. Dort wurde die Gruppe ohne erkennbaren Grund angegriffen, beraubt und ihrer Handys sowie ihres Bargeldes beraubt.
Die vier Opfer erlitten leichte Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht.
Widersprüchliche Aussagen
Die genauen Umstände und der Hergang der Tat in Wien-Mariahilf waren zunächst nicht vollständig geklärt. „Die beiden Opfer gaben an, sich im Park aufgehalten zu haben, als der ihnen unbekannte Tatverdächtige unvermittelt auf sie zukam und ihnen ohne vorherige Ansprache mit einem Messer in den Oberschenkel stach“, erklärte der Polizeisprecher. „In einer späteren Vernehmung gab eines der Opfer an, dass der Tatverdächtige vor dem Angriff Geld gefordert haben soll.“
Die beiden Verletzten wurden noch vor Ort notfallmedizinisch behandelt und danach in ein Krankenhaus eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen liegen beim Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte.