Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Bahninfrastruktur

100-Millionen-Projekt in Wien: ÖBB eröffnet neue Hightech-Halle

100-Millionen-Projekt in Wien: ÖBB eröffnet neue Hightech-Halle
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

327 Tonnen Zug, angehoben in dreieinhalb Minuten: In Wien-Floridsdorf hat die ÖBB eine Hightech-Wartungshalle eröffnet.

In Wien-Floridsdorf haben die Österreichischen Bundesbahnen eine neue Wartungs- und Servicehalle für ihre Cityjet-Doppelstockzüge in Betrieb genommen. Die Anlage in der Angerer Straße erstreckt sich auf rund 16.500 Quadratmetern und ist auf die Instandhaltung der Cityjet- und Railjet-Doppelstockflotte ausgerichtet, die seit Mitte Juni in der Ostregion im Einsatz ist.

Die Investition beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro und schafft am neuen Standort etwa 150 Arbeitsplätze. ÖBB-Chef Andreas Matthä unterstrich bei der Eröffnung die betriebliche Bedeutung der neuen Einrichtung: „Die neue Servicestelle Angerer Straße ist ein wichtiger Baustein, damit unsere neue Doppelstockflotte in der Ostregion Tag für Tag effizient und zuverlässig unterwegs sein kann.“

Die neuen Cityjet-Doppelstockzüge werden in der Ostregion vor allem auf der Nord-Süd-Achse eingesetzt, unter anderem im REX-Verkehr von Znojmo/Retz über die Nordwestbahn sowie von Břeclav/Bernhardsthal über die Nordbahn über die Wiener Stammstrecke weiter nach Wiener Neustadt und Payerbach-Reichenau.

Wiens Standortvorteil

Auch die Stadt Wien begrüßt das Projekt. Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak verwies auf den arbeitsmarktpolitischen wie infrastrukturellen Mehrwert der Investition: „Mit dieser neuen Werkstätte investieren die ÖBB über 100 Millionen Euro in unseren Standort, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und sichern die Qualität des öffentlichen Verkehrs für hunderttausende Menschen.“

Technisches Herzstück

Das technische Herzstück der Halle bildet eine Unterflur-Ganzzughebeanlage, die einen sechsteiligen Doppelstockzug mit einem Gewicht von bis zu 327 Tonnen in rund dreieinhalb Minuten anheben kann. Die Anlage verfügt über insgesamt acht Gleise, von denen sieben für Instandhaltungsarbeiten genutzt werden und eines als Ladegleis für schwere Komponenten vorgesehen ist.

Aufwendige Eingriffe wie der Austausch von Drehgestellen lassen sich damit deutlich rascher abwickeln, was die Verfügbarkeit der Züge im laufenden Betrieb erhöht.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen