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Selbstjustiz

11-Jährige Tochter missbraucht – Vater stellt Falle und schießt auf Täter

11-Jährige Tochter missbraucht – Vater stellt Falle und schießt auf Täter
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Vater, eine Falle, ein Schuss – als Malik Chandler von dem erfuhr, was seiner Tochter angetan wurde, handelte er selbst.

Ein Vater aus Ohio hat den mutmaßlichen Vergewaltiger seiner elfjährigen Tochter mit einer Falle gelockt und auf ihn geschossen. Dazu gab er sich auf TikTok als das Mädchen aus, um den 20-jährigen Diego Montoya Gonzalez in das Haus der Familie zu locken. Der Vater, Malik Chandler, wurde daraufhin wegen schwerer Körperverletzung angeklagt und nach Hinterlegung einer Kaution von 100.000 US-Dollar auf freien Fuß gesetzt.

Gonzalez sieht sich mit insgesamt acht Anklagepunkten konfrontiert – darunter fünf Fälle der Verbreitung von pornografischem Material, zwei Fälle der Vergewaltigung sowie ein Fall der Behinderung von Amtshandlungen.

Falle per TikTok

Ausgangspunkt des Vorfalls war ein Video, das die Mutter des Mädchens entdeckte und das Gonzalez bei der Tat zeigte. Nachdem sie den Vater über den Fund informiert hatte, beschloss Chandler zu handeln: Er übernahm den TikTok-Account seiner Tochter und nutzte ihn, um Gonzalez in die Wohnung zu locken. Als die Polizei am Tatort eintraf, saß Gonzalez mit zwei Schusswunden auf einem Stuhl und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Chandler gab an, Gonzalez lediglich festhalten zu wollen, bis die Polizei eintreffe. Gonzalez habe jedoch nach einer Waffe gegriffen, woraufhin er geschossen habe.

Belastendes Material

Auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten stießen Ermittler auf weiteres belastendes Material – unter anderem auf einen Clip, der den Missbrauch eines Babys oder Kleinkinds dokumentiert. Trotz dieser Beweislage plädierte Gonzalez vor Gericht auf nicht schuldig.

Sollte Gonzalez noch vor Abschluss des Verfahrens gegen Kaution freigelassen werden, ist ihm jeglicher Kontakt zum Opfer und dessen Familie untersagt.

Die Nutzung des Internets wäre ihm in diesem Fall ausschließlich für berufliche Zwecke gestattet.

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KO KOSMO-Redaktion
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