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Tötungsdelikt

14‑Jährige festgenommen: Was ist über die Täterin bekannt?

14‑Jährige festgenommen: Was ist über die Täterin bekannt?
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Friedhof in Wien-Penzing wird zum Tatort – festgenommen wurde ein 14-jähriges Mädchen aus einer betreuten Einrichtung.

Ein Gewaltverbrechen auf dem Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing hat in ganz Österreich Entsetzen ausgelöst. Montagabend gegen 17.30 Uhr wurde dort eine 64-jährige Frau mit mehreren Schnittwunden entdeckt. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung verstarb sie noch am Tatort.

Als Tatverdächtige wurde rasch ein 14-jähriges Mädchen festgenommen. Polizeisprecher Philipp Haßlinger bestätigte, dass die Jugendliche in Polizeigewahrsam ist und bei ihr ein aufklappbares blutiges Rasiermesser als Tatwaffe sowie Tatkleidung sichergestellt wurden. Zwischen Opfer und Tatverdächtiger bestand keinerlei Beziehung.

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Psychiatrische Vorgeschichte

Die Jugendliche ist in einer betreuten Wohngemeinschaft der MA 11, dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien, untergebracht. Gegenüber dem Magazin „Heute“ erläuterte MA-11-Vertreterin Ingrid Poschmann, dass in dieser Einrichtung vier Kinder mit psychiatrischen Erkrankungen leben. Das Mädchen wurde im November des vergangenen Jahres, damals noch 13 Jahre alt, in die Wohngemeinschaft aufgenommen, weil die Mutter mit der psychischen Erkrankung ihrer Tochter nicht mehr alleine umgehen konnte.

Über mehrere Jahre hinweg war das Mädchen ambulant in Behandlung, ohne dass sich der erhoffte Fortschritt eingestellt hätte. Immer wieder kam es zu selbstgefährdenden Verhaltensweisen, bei denen sie sich selbst Verletzungen zufügte. In solchen Situationen wurde sie jeweils in die Kinder- und Jugendpsychiatrie eingewiesen und danach wieder in die Wohngemeinschaft zurückgeführt.

Für den Montag schilderte Poschmann keinerlei auffälliges oder gefährdendes Verhalten. Auch sei bislang nicht bekannt gewesen, dass das Mädchen andere Menschen verletzt habe. Die Aggressionen hätten sich stets gegen sie selbst gerichtet.

Betreuung & Restrisiko

In der Wohngemeinschaft unweit des Friedhofs werden die vier Kinder mit hohem Betreuungsaufwand begleitet. Vier Erwachsene sind stets gleichzeitig im Dienst. Dennoch sind die Bewohner nicht eingesperrt: „Sie können hinaus.“

Das Betreuungsteam zeigt sich von der Tat tief erschüttert. „Wir sind tief betroffen von der Tat, unser Mitgefühl gilt dem Opfer und seinem Umfeld“, so die Betreuer. Ungeachtet der engmaschigen Begleitung lasse sich ein Restrisiko nicht vollständig ausschließen, da man niemals in Menschen hineinschauen kann.

Experten erkennen viel und können meist die richtigen Schritte setzen, aber es bleibt immer ein Restrisiko.

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KO KOSMO-Redaktion
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