172 offene Strafen, über 20.000 Euro Schulden – eine Verkehrskontrolle in Wien endet für eine Person direkt hinter Gittern.
Eine Schwerpunktkontrolle der Wiener Polizei hat eine Person mit insgesamt 172 offenen Strafbeträgen in Höhe von mehr als 20.000 Euro ans Licht gebracht. Da zusätzlich 202 Tage und 16 Stunden an Ersatzfreiheitsstrafe offen waren, wurde die betreffende Person in ein Polizeianhaltezentrum eingeliefert.
Die Aktion erstreckte sich über das gesamte Wiener Stadtgebiet und stand unter der Leitung der Landesverkehrsabteilung Wien. Im Zuge der Kontrollen wurden 136 Organmandate ausgestellt sowie 46 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung erstattet. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten dabei Lenker von E-Scootern und Fahrrädern.
Manipulierte E-Scooter
Ein wesentlicher Teil der Aktion galt technisch manipulierten E-Scootern, die mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit im Stadtgebiet unterwegs waren. Bei mehreren Testfahrten maßen die Beamten Geschwindigkeiten von bis zu 79 km/h. Zum Vergleich: In Österreich dürfen E-Scooter nach den aktuell geltenden Bestimmungen eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h und eine Höchstleistung von maximal 600 Watt haben. E-Scooter, die diese Grenzen überschreiten, gelten rechtlich nicht mehr als E-Scooter beziehungsweise Fahrrad, sondern fallen in eine höhere Fahrzeugkategorie mit entsprechend strengeren Anforderungen. Aufgrund dieser Feststellungen wurden verwaltungsstrafrechtliche Anzeigen wegen unzulässiger Fahrzeugveränderungen erstattet.
Darüber hinaus dokumentierten die Beamten eine Reihe weiterer Verkehrsvergehen: Rotlichtverstöße, die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer sowie das unerlaubte Befahren von Gehsteigen und Fußgängerzonen wurden ebenso festgestellt.
Die Wiener Polizei gab bekannt, die Schwerpunktkontrollen künftig fortzuführen, um die Einhaltung der Verkehrsregeln im Wiener Stadtgebiet sicherzustellen.