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Klimarekord

30 Grad im Pazifik: El Niño bricht historischen Rekord

30 Grad im Pazifik: El Niño bricht historischen Rekord
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Messwert, der die Klimageschichte neu schreibt: Im Pazifik wurde eine Grenze erreicht, die bislang als unerreichbar galt.

Am 5. Oktober wurde in der Niño-3.4-Region (Klimamessgebiet im Pazifik) ein historischer Schwellenwert überschritten: Die Meeresoberflächentemperatur kletterte erstmals auf über 30 Grad – ein Wert, der den Durchschnitt des Referenzzeitraums von 1991 bis 2020 um 3,39 Grad übersteigt.

Die Temperaturen in dieser klimatisch bedeutsamen Region haben sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich und in einem bislang beispiellosen Ausmaß erhöht. Klimawissenschaftler bestätigen, dass ein derart hohes Niveau in der gesamten Messgeschichte noch nie verzeichnet wurde. Die globale mittlere Meeresoberflächentemperatur liegt dem „Climate Reanalyzer“ der University of Maine zufolge derzeit bei 21,08 Grad.

El Niños Intensität

Die Weltwetterorganisation (WMO) geht davon aus, dass das aktuelle El-Niño-Ereignis weiter an Intensität zunehmen und bis Februar 2027 andauern wird. Es könnte damit zu einem der stärksten seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahr 1950 werden. Als mögliche Folgen nennen Fachleute veränderte Niederschlagsmuster, die weltweit sowohl das Dürrerisiko als auch die Gefahr extremer Regenfälle erhöhen.

El Niño ist ein natürlich wiederkehrendes Klimaphänomen, das im Abstand von zwei bis sieben Jahren auftritt und durch das Aufsteigen warmer Luftmassen über dem zentralen Pazifik gekennzeichnet ist. Obwohl es keinen menschlichen Ursprung hat, kann es die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung verstärken und so zu außergewöhnlich hohen globalen Temperaturen beitragen.

Klimaforscher halten es für möglich, dass 2024 als eines der wärmsten jemals gemessenen Jahre in die Geschichte eingehen wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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