32 Tequila-Shots in 90 Minuten – was danach geschah, beschäftigt nun ein japanisches Gericht.
Am Abend des 7. Mai 2023 traf eine 25-jährige Frau in einer Bar in Nagoya auf den 44-jährigen Hiroki Itaya. Dieser hatte den Barkeeper zuvor gebeten, den Kontakt zu ihr herzustellen, und begann, ihr gegenüber Avancen zu machen. Im Verlauf des Abends konsumierte die junge Frau auf Betreiben von Itaya innerhalb von nur 90 Minuten mehr als 32 Tequila-Shots. Kurz darauf brach sie zusammen und wurde bewusstlos in einem Hotel aufgefunden.
Prozess in Nagoya
Der Vorfall mündete in ein Gerichtsverfahren, das am 2. März 2026 vor dem Bezirksgericht Nagoya eröffnet wurde. Itaya ist wegen sexueller Nötigung mit Todesfolge angeklagt, weist die Vorwürfe jedoch zurück. „Es stimmt, dass die Frau infolge meiner Handlungen gestorben ist, aber ich hatte absolut keine sexuellen Absichten“, erklärte Itaya vor dem Bezirksgericht Nagoya. Sein Verteidiger brachte vor, dass Itaya den Tequila lediglich deshalb bestellt habe, weil die Frau auf Nachfrage angegeben habe, noch Alkohol trinken zu können.
Laut Anklageschrift hatte Itaya versucht, die Frau zu überreden, mit ihm ein Hotel aufzusuchen. Obwohl sie dies ablehnte, setzte sie den Alkoholkonsum in seiner Gesellschaft fort. In der Bar soll er sexuelle Annäherungsversuche unternommen und sie mehrfach körperlich berührt haben. Anschließend brachte er sie in eine Unterkunft im selben Stadtbezirk, wo er versuchte, Sex mit ihr zu haben. Als er bemerkte, dass es ihr gesundheitlich schlecht ging, ließ er von ihr ab.
Tödliche Folgen
Am 21. Juni verstarb die Frau an einer hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie (Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel) – als Folge einer akuten Alkoholvergiftung. Itayas Verteidigung plädierte auf nicht schuldig.