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Rekordkosten

409 Staatsbedienstete, 3,7 Mio. Euro – wer zahlt die Rechnung?

409 Staatsbedienstete, 3,7 Mio. Euro – wer zahlt die Rechnung?
FOTO: BKA/Florian Schrötter
2 Min. Lesezeit |

409 Mitarbeitende, 3,7 Millionen Euro monatlich – Österreichs Rekordregierung liefert ein Jahr nach Amtsantritt neue Zahlen.

Ein Jahr nach dem Amtsantritt der ersten Dreier-Koalition – der Jahrestag fällt auf den 3. März – rücken Größe und Kosten der Regierungsbüros in den Fokus der öffentlichen Debatte. Mit insgesamt 21 Mitgliedern, darunter Kanzler, Vizekanzler, zwölf Minister und sieben Staatssekretäre, gilt das Kabinett als die größte und kostspieligste Regierung in der Geschichte der Republik – im Volksmund längst als „TeuRaZ“ bekannt.

Die Grünen-Abgeordnete Alma Zadic hat in einer parlamentarischen Serienanfrage nun die Personalstruktur und die damit verbundenen Ausgaben der Regierungsbüros unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Im vierten Quartal 2025 waren in den Kabinetten so viele Menschen beschäftigt wie noch nie zuvor. Die Ressorts meldeten insgesamt 409 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Backoffice-Personal und Fahrer eingeschlossen –, womit die Zahl gegenüber der Vorperiode um fünf Stellen gestiegen ist.

Die monatlichen Personalkosten der Regierungsbüros beliefen sich im Schnitt auf 3,7 Millionen Euro; durch Neuanstellungen, Sonderzahlungen und die Abrechnung von Überstunden erhöhten sie sich im Vergleich zum Vorquartal um 550.000 Euro.

Bablers Büro-Kosten

Das personell stärkste Kabinett führt erwartungsgemäß VP-Kanzler Christian Stocker mit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bemerkenswert ist, dass Vizekanzler Andreas Babler (SP) für sein Büro exakt dieselbe Anzahl an Kabinettsmitarbeitern beansprucht wie der Bundeskanzler selbst. Hinzu kommen bei Babler weitere 15 Personen, die dem Büro von Staatssekretärin Michaela Schmidt zugeordnet sind.

Allein die Presse- und Kommunikationsabteilungen beider Büros verursachen monatliche Kosten von 211.300 Euro. Babler beschäftigt in diesem Bereich eine Kommunikationschefin, zwei Pressesprecher sowie einen Kommunikationsreferenten; Schmidt verfügt darüber hinaus über eigenes PR-Personal.

Personalwechsel im Kabinett

Sozialministerin Korinna Schumann (SP) hat ihr Büro unterdessen weiter ausgebaut – obwohl sie laut einem Regierungsinsider die höchste Personalfluktuation aller Ressorts aufweist. Neu hinzugekommen sind eine Referentin sowie eine Kraft für Social-Media-Kommunikation. Familienministerin Claudia Bauer (VP) ging im selben Zeitraum den entgegengesetzten Weg und strich zwei Stellen.

Das Koordinierungsbüro von Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, dem sieben Personen angehören – darunter der frühere Neos-Klubdirektor Armin Hubner –, schlägt die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler monatlich mit 50.300 Euro zu Buche.

Darüber hatte zuerst „Heute“ berichtet.

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KO KOSMO-Redaktion
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