In den Krankenhäusern des Wiener Gesundheitsverbunds (WIGEV) ist die Lage gespannt. Mit fast 950 gesperrten Betten ist die Kapazität stark eingeschränkt, dennoch versichert der Verbund, dass geplante Operationen nicht in größerem Ausmaß verschoben werden müssen. Währenddessen nimmt die Zahl der stationären Covid-Patienten wieder zu.
Der WIGEV zählt insgesamt 5.492 Betten. Von denen sind aktuell 949 gesperrt. Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien (AKH) ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Die Gründe für die Sperre der Betten sind vielfältig. Es könnten Sanierungsarbeiten anstehen oder Wartungen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen werden stets in Abstimmung mit den verschiedenen Fachbereichen durchgeführt. Die Anzahl gesperrter Betten ist dabei kein Indikator für die Qualität der Patientenversorgung, betont der WIGEV.
Infektionswelle
Der Gesundheitsverbund bereitet sich indessen auf die kommenden Infektionswellen vor. Im Sommer waren die Covid-19-Erkrankungen noch auf einem niedrigen Niveau, doch nun zeichnet sich ein Anstieg ab. Aktuell befinden sich 58 Personen mit einer Covid-Diagnose in stationärer Behandlung, drei davon müssen intensivmedizinisch betreut werden. Der WIGEV versichert allerdings, dass der Anstieg der Erkrankungen in den Kliniken nicht dramatisch sei.
Arzneimittelknappheit: Haben Sie für den Winter vorgesorgt?
Die Situation im Wiener Gesundheitsverbund bleibt angespannt. Die hohe Anzahl gesperrter Betten, die steigende Zahl von Covid-Patienten und die anhaltende Personalknappheit stellen den Verbund vor Herausforderungen. Dennoch wird versichert, dass die Patientenversorgung gesichert ist und planbare Operationen nicht in größerem Ausmaß verschoben werden müssen.