Mit der Ankunft eines Tiefdruckgebiets aus Italien, benannt als „Lisa“, sehen sich breite Teile Österreichs ab Dienstagnachmittag einer massiven Gewitterfront gegenüber. Experten warnen vor erheblichen Niederschlägen, die insbesondere in den südöstlichen und östlichen Regionen des Landes zu Überschwemmungen führen könnten. Die zentralen Details dieser Entwicklung werden im Folgenden dargelegt.

Unwetterprognose intensiviert sich
Im Schatten des ausklingenden Pfingstwochenendes beginnt sich das Italientief „Lisa“ über die Alpen zu schieben und bringt neben Regen auch eine stabile Warmfront mit sich. „Am Dienstag konzentriert sich unser Augenmerk verstärkt auf Gewitter“, äußert sich UBIMET-Experte Konstantin Brandes. Besonders in Südost- und Ostösterreich wird mit feuchter, schwüler Luft gerechnet, welche in nur einer Stunde bis zu 40 Liter pro Quadratmeter Regen mit sich bringen kann – eine ernste Gefahr für Überschwemmungen und Überflutungen.
Sturm- und Hagelgefahr im Hintergrund
Obwohl Sturm und Hagel ebenfalls möglich sind, spielen sie nach Aussage von Meteorologen eine untergeordnete Rolle. „Von der Südsteiermark über den Alpenostrand bis ins Weinviertel zieht sich die am stärksten gefährdete Zone“, unterstreicht Brandes und gibt zu bedenken, dass auch in Oberösterreich mit verstärkten Niederschlägen zu rechnen ist. Der Höhepunkt der Gewitteraktivitäten wird zwischen 16 und 22 Uhr erwartet.
Wien sieht sich Gewittern, aber ohne Unwetterrisiko, gegenüber
Wie steht es um die Hauptstadt? „Gewitter werden am Nachmittag und Abend erwartet, aber die Gefahr eines Unwetters ist gering“, erklärt Brandes. Die schwül-warme Luft aus dem Mittelmeerraum ist der Hauptauslöser für die derzeitige Gewitterlage, welche bis in den späten Abend anhalten soll.
Aussicht auf die kommenden Tage
Nach einer beruhigenden Nacht wird die labilste Luft Österreich bereits am Mittwochmorgen verlassen haben. Der Wechsel aus Sonne und Wolken begleitet von Regenschauern bleibt dennoch beständig. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 17 und 24 Grad. In den folgenden Tagen ist weiterhin mit einem unbeständigen Wetterverlauf zu rechnen, wobei lokal weiterhin mit erheblichen Regenmengen zu rechnen ist.
Die Bevölkerung wird angehalten, die Wetterwarnungen ernst zu nehmen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.