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Demonstrationen

Serbien: Proteste gegen Lithium-Mine

Serbien: Proteste gegen Lithium-Mine
FOTO: EPA-EFE/Andrej Cukic
2 Min. Lesezeit |

In der westserbischen Stadt Sabac gingen am Montag zahlreiche Demonstrantinnen auf die Straße, bewaffnet mit Pfannen und anderen Geräusch erzeugenden Gegenständen. Mit lauten Rufen wie „Diebe, Diebe!“ protestierten sie gegen eine geplante Lithium-Mine, die in der Region errichtet werden soll. Seit Tagen versammeln sich Bürgerinnen und Bürger in mehreren Städten Serbiens, um ihren Unmut über das umstrittene Projekt und die damit verbundenen Umweltgefahren auszudrücken.

Sorge um Umweltschäden

Die Hauptsorge der Demonstrierenden sind die potenziellen Umweltschäden, KOSMO berichtete, die durch den Abbau des Lithiums entstehen könnten. Lithium ist ein wesentlicher Rohstoff für die Herstellung von Batterien für Elektroautos, und genau hier liegt der Konflikt. Während die serbische Bevölkerung befürchtet, dass die Umwelt durch den Abbau geschädigt wird, sehen die deutsche Automobilindustrie und die deutsche Regierung das Projekt als notwendig, um die steigende Nachfrage nach Batterien für Elektrofahrzeuge zu decken.

FOTO: EPA-EFE/Andrej Cukic

EU und Deutschland in der Kritik

Der Ärger der serbischen Demonstranten richtet sich nicht nur gegen das Projekt an sich, sondern auch gegen die Europäische Union und Deutschland. Am 19. Juli wurde ein Abkommen zwischen der EU und Serbien zum Lithium-Abbau unterzeichnet. Die demokratische Opposition in Serbien fühlt sich durch dieses Abkommen vom Westen verraten und im Stich gelassen. Viele befürchten, dass die EU über die rechtsstaatlichen Zustände in Serbien hinwegsehen könnte, um ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen.

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Stimmen der Opposition

Die Opposition in Serbien kritisiert nicht nur das Projekt, sondern auch die Art und Weise, wie es zustande gekommen ist. Der Vorwurf lautet, die serbische Regierung habe ohne ausreichende Rücksprache mit der Bevölkerung und ohne transparente Entscheidungsprozesse gehandelt. Die Tatsache, dass die EU und Deutschland in dieses Abkommen eingebunden sind, verstärkt das Gefühl des Verrats noch zusätzlich.

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KO KOSMO-Redaktion
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