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Gefahren nach der Flut

Nach dem Hochwasser: Schimmel, Bakterien und weitere Risiken

Nach dem Hochwasser: Schimmel, Bakterien und weitere Risiken
FOTO: iStock/Marko Domka
4 Min. Lesezeit |

Die jüngsten Hochwasserkatastrophen in Österreich haben nicht nur immense Sachschäden hinterlassen, sondern bergen auch langfristige gesundheitliche Risiken. Sobald das Wasser zurückgeht, beginnt ein Wettlauf gegen unsichtbare Gefahren: Schimmelbildung und die Verbreitung von Bakterien und Viren. Besonders betroffen sind Haushalte, die durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Doch was muss jetzt unternommen werden, um die Situation unter Kontrolle zu bringen?

Schimmel nach dem Hochwasser – Eine unsichtbare Gefahr

Nach der Flut ist Eile geboten. Sobald das Wasser abgeflossen ist, bleibt Feuchtigkeit in den Wänden und Böden zurück – ein idealer Nährboden für Schimmel. Innerhalb weniger Tage können sich gefährliche Schimmelpilze bilden, die nicht nur Bausubstanzen angreifen, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Betroffene sollten so schnell wie möglich mit der Trocknung beginnen. Dabei ist der Einsatz von Entfeuchtungsgeräten und professioneller Hilfe unerlässlich, um langfristige Schäden zu verhindern.

Wichtig ist es, bereits erste Anzeichen von Schimmel ernst zu nehmen. Dunkle Flecken an Wänden oder ein muffiger Geruch sind Hinweise, die auf eine Schimmelbildung hindeuten. Doch nicht nur die bauliche Substanz leidet, auch die Gesundheit der Bewohner ist in Gefahr. Schimmelsporen können Atemwegserkrankungen, Allergien und Asthma auslösen – vor allem bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

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FOTO: iStock/Edna M

Bakterien und Viren: Die versteckte Gefahr im Hochwasser

Neben der Schimmelbildung bergen Hochwasser weitere gravierende gesundheitliche Risiken durch Bakterien und Viren. Überschwemmtes Wasser ist oft stark kontaminiert. Besonders Fäkalkeime, wie etwa *Escherichia coli* (E. coli) oder Salmonellen, können sich rasch verbreiten. Diese Keime gelangen durch Abwasser, Tierkot und andere Verunreinigungen ins Hochwasser und können schwere Durchfallerkrankungen, Fieber und Magen-Darm-Infektionen verursachen.

Ein aktueller Fall aus Niederösterreich zeigt die Gefahr deutlich: Nach dem Kontakt mit verschmutztem Hochwasser litten mehrere Personen an Magen-Darm-Infektionen, die auf eine Infektion mit E.-coli-Bakterien zurückzuführen waren. Auch das Gesundheitsamt in Kärnten warnte kürzlich vor Cholera-ähnlichen Durchfallerkrankungen in Folge der Überschwemmungen. Besonders gefährlich sind diese Infektionen für Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

FOTO: iStock/Settapongd Dee ud

Schutzmaßnahmen gegen bakterielle Infektionen

Es ist unerlässlich, sich nach dem Hochwasser gegen gesundheitliche Gefahren zu schützen. Der Kontakt mit kontaminiertem Wasser sollte vermieden werden. Bei Reinigungsarbeiten müssen Gummihandschuhe, Gummistiefel und Atemmasken getragen werden, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Flächen, die mit Hochwasser in Berührung gekommen sind, müssen gründlich desinfiziert werden. Dies gilt vor allem für Wohnbereiche, in denen Kinder oder ältere Menschen leben.

Besondere Vorsicht ist beim Trinkwasser geboten. Leitungswasser, das durch Überschwemmungen verschmutzt wurde, kann ebenfalls gefährliche Bakterien wie E. coli oder Noroviren enthalten. Betroffene sollten ausschließlich abgekochtes oder abgepacktes Wasser verwenden, bis die örtlichen Gesundheitsbehörden Entwarnung geben.

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FOTO: iStock/Chatchai Limjareon

Die richtige Vorgehensweise nach dem Hochwasser

Nach einer Überflutung ist eine gründliche Reinigung und Desinfektion unerlässlich. Neben der Beseitigung des Schutts und der Vermeidung von Schimmelbildung muss besonderes Augenmerk auf die hygienischen Bedingungen gelegt werden. Dies betrifft nicht nur private Haushalte, sondern auch öffentliche Gebäude und Gemeinschaftseinrichtungen. Eine unsachgemäße Reinigung kann zu langfristigen Gesundheitsrisiken führen. Daher sollte man im Zweifelsfall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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Maßnahmen nach dem Hochwasser

  • Trocknung der Räume: Sofort mit der Trocknung beginnen – Entfeuchtungsgeräte und Ventilatoren nutzen.
  • Schimmel vermeiden: Räume regelmäßig lüften, erste Schimmelspuren umgehend entfernen.
  • Schutzkleidung tragen: Gummihandschuhe, Gummistiefel und Atemmasken schützen vor kontaminierten Substanzen.
  • Hygiene beachten: Oberflächen gründlich desinfizieren, kontaminierte Lebensmittel entsorgen.
  • Trinkwasser überprüfen: Nur abgekochtes oder abgepacktes Wasser verwenden, bis die Behörden Entwarnung geben.
  • Vorsicht vor Bakterien: Den Kontakt mit kontaminiertem Wasser und Schlamm meiden, um Infektionen wie E. coli zu vermeiden.
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KO KOSMO-Redaktion
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