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GIFTIG

Südrussische Tarantel in Wien und NÖ gesichtet (VIDEO)

Südrussische Tarantel in Wien und NÖ gesichtet (VIDEO)
FOTO: wikimedia/ Сергій Марков
3 Min. Lesezeit |

In Wien und Niederösterreich schlagen die Sichtungen ungewöhnlich großer Spinnen derzeit hohe Wellen. Anrainer sind verunsichert, da die Anzahl dieser Arachniden in letzter Zeit zugenommen hat.

Eine Anwohnerin eines Mehrparteienhauses in Wien berichtete der „Heute“, dass sie in letzter Zeit öfter auf die Riesen-Spinnen gestoßen ist – im Stiegenhaus. Dies hat nicht nur sie, sondern auch ihre Nachbarn verunsichert: „Eine Angst ist definitiv vorhanden und spürbar. Wir haben bereits letztes Jahr eine von diesen Spinnen gesehen, aber mittlerweile sind es recht viele und es werden immer mehr!“

Auch in Niederösterreich wurde die Tarantel bereits öfter gesichtet. Ein Leserreporter sendete uns ein Video von einer Begegnung am Certovkateich in Biedermannsdorf.

VIDEO: zVg

Experten beruhigen

Laut Experten, darunter Diplomtierarzt Jeff Schreiner und der Reptilien- und Amphibien-Experte Robert Riener, handelt es sich bei den gesichteten Exemplaren um die Südrussische Tarantel. Diese Spinnenart gilt zwar als giftig, stellt jedoch keine ernsthafte Gefahr dar. „Der Biss wäre vergleichbar mit einem Bienenstich vergleichbar. Sofern man das Tier aber nicht mit bloßer Hand angreift, hat man nichts zu befürchten.“, erklärte ein Fachmann.

Der Naturschutzbund Österreich bestätigte die Zunahme der Sichtungen und betont, dass die Südrussische Tarantel für den Menschen, bis auf den schmerzhaften Biss, harmlos ist. Sie bitten die Bevölkerung, Sichtungen dieser bedrohten Spinnenart unter www.naturbeobachtung.at zu melden, um mehr über deren Verbreitung zu erfahren.

Ursachen für häufige Begegnungen

Ein möglicher Grund für die gesteigerten Sichtungen ist die aktuelle Partnersuche der männlichen Spinnen, wie vom Naturschutzbund Österreich erklärt wird. Diese sind besonders an milden Herbsttagen auf Wanderschaft und verirren sich dabei oftmals in Gebäude. „Die Weibchen sind ebenfalls auf Wanderschaft, allerdings auf der Suche nach Winterquartieren. Diese bauen sie als Wohnröhren in sandige Böden. Bei der Suche nach geeigneten Unterkünften ergeht es ihnen wie den Männchen: Sie verlaufen sich auch manchmal in menschliche Behausungen“, so die Organisation.

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Spinne bitte nicht erschlagen

Bei Funden im Haus bittet der Naturschutzbund, die Tiere in ein Glas oder einen ähnlichen Behälter zu geben und sie zurück ins Freie zu bringen. Bei Sichtungen von giftigen Spinnen in Gebäuden ist theoretisch auch die Wiener Berufsfeuerwehr zuständig, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Kürzlich seien zwar keine Meldungen dieser Art bei ihnen eingegangen, jedoch wird im Bedarfsfall ein Einsatzfahrzeug geschickt, um das Tier zu entfernen.

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KO KOSMO-Redaktion
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