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300.000 EURO SCHADEN

Betrüger leitete hunderte Pakete ins Ausland um

Betrüger leitete hunderte Pakete ins Ausland um
FOTO: iStock/arcady_31
2 Min. Lesezeit |

Ein lettischer Staatsbürger wurde in Wiener Neustadt zu drei Jahren Haft verurteilt. Er leitete rund 1.500 Bestellungen unter falschen Identitäten um.

Ein 47-jähriger lettischer Staatsbürger wurde vom Landesgericht in Wiener Neustadt zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Der Mann war angeklagt, über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr rund 1.500 Bestellungen im Internet unter falschen Identitäten an Paketstationen in Wien sowie in den niederösterreichischen Bezirken Mödling, Baden und Wiener Neustadt geleitet zu haben. Dabei handelte es sich um eine ausgeklügelte Betrugsmasche, bei der Waren wie Kleidung, Kaffee und Vinyl-Schallplatten unter falschen Namen bestellt, umetikettiert und an Komplizen in Lettland weitergeschickt wurden. Der durch die Taten entstandene Schaden beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf über 300.000 Euro.

Harte Strafe gefordert

Obwohl der Angeklagte bei etwa 400 der Transaktionen nicht eindeutig überführt werden konnte und in diesen Fällen freigesprochen wurde, musste der vorsitzende Richter die verbleibenden 1.155 Lieferungen und deren Wert einzeln verlesen. Der Schöffensenat benötigte weniger als zehn Minuten, um das Urteil zu fällen, während die Verlesung des Urteils fast 45 Minuten in Anspruch nahm. Der Angeklagte zeigte sich geständig und erklärte, wie die kriminelle Organisation, der er angehörte, operierte. Für jede Bestellung, die er tätigte – bis zu 50 täglich – erhielt er zehn Euro, gelegentlich auch Waren als Bezahlung. Während seines Aufenthalts in Österreich lebte er in Airbnb-Unterkünften und nutzte einen Mietwagen.

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Der Angeklagte, der bereits wegen ähnlicher Straftaten vorbestraft ist, behauptete, sich der Strafbarkeit seines Handelns nicht bewusst gewesen zu sein. Der Richter betonte jedoch die Schwere der Taten aufgrund der hohen Anzahl an Straftaten, was eine bedingte Strafe ausschloss. Der Staatsanwalt hatte zuvor eine harte Strafe gefordert und darauf hingewiesen, dass in vielen Cybercrime-Fällen die Täter unentdeckt bleiben. In diesem Fall jedoch sei es gelungen, den Täter zu fassen und für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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