Ein hitziger Konflikt in Hartberg überschattet die österreichische Bundesliga: Fans des SK Rapid Wien attackieren die Polizei, Tränengas und Verletzte folgen.
Die österreichische Bundesliga erlebte in der 21. Runde einen erschütternden Zwischenfall, der von gewalttätigen Ausschreitungen überschattet wurde. In Hartberg griffen Anhänger des SK Rapid Wien vor Spielbeginn die Polizei an, wobei pyrotechnische Mittel und andere Gegenstände zum Einsatz kamen. Der Konflikt eskalierte derart, dass die Einsatzkräfte gezwungen waren, mit einem Sturm auf den Fan-Sektor und dem Einsatz von Tränengas zu reagieren. Dabei wurden neun Polizisten und zwei Rapid-Fans verletzt.
In einer Stellungnahme distanzierte sich der SK Rapid Wien entschieden von diesen Vorkommnissen und kündigte an, eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Der Verein plant zudem, in den Dialog mit seinen Anhängern zu treten, um derartige Ausschreitungen künftig zu verhindern.
Konsequenzen für Rapid
Am Montagabend nahm Christian Ebenbauer, der Vorstand der österreichischen Bundesliga, im ORF zu den potenziellen Konsequenzen Stellung. Er machte deutlich, dass Rapid trotz der schweren Vorfälle kein Punkteabzug drohe. Die Entscheidung, keine sportlichen Sanktionen für Sicherheitsvergehen zu verhängen, sei nach reiflicher Überlegung getroffen worden.
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In den kommenden Tagen wird das erstinstanzliche Urteil zu den Vorfällen erwartet. Da Rapid seit dem Derby-Eklat im September, bei dem es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Fans der beiden Wiener Rivalen im Allianz Stadion kam, auf Bewährung ist, könnte das Strafmaß besonders hart ausfallen. Ebenbauer erläuterte, dass der Senat 1 entscheiden müsse, ob die bedingten Strafen wirksam werden.
Dies könnte eine Sperre von drei Spielen für den betreffenden Sektor, eine Geldstrafe von bis zu 150.000 Euro sowie weitere bedingte Sektorsperren oder Geisterspiele nach sich ziehen.
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Der betroffene Block West gilt als die Hochburg des harten Fankerns der Hütteldorfer.