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Friedensinitiative

Selenskij wartet auf Putin – Trump könnte überraschend dazustoßen

Selenskij wartet auf Putin – Trump könnte überraschend dazustoßen
FOTO: EPA-EFE/JIM LO SCALZO
4 Min. Lesezeit |

US-Präsident Donald Trump zieht eine Teilnahme an den möglichen Friedensgesprächen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij und Kremlchef Wladimir Putin in Betracht, die für Donnerstag in der Türkei angesetzt sind.

„Ich habe zwar viele Termine, aber ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, dorthin zu fliegen“, erklärte Trump vor seinem Abflug zu einer mehrtägigen Nahostreise. Auf Nachfrage ergänzte er: „Ich würde hinfliegen, wenn ich denke, dass es hilfreich wäre.“

Die Initiative für direkte Friedensgespräche mit der Ukraine ab Donnerstag in der Türkei kam von Putin selbst, wobei er allerdings offenließ, ob er persönlich anreisen würde. Trump äußerte sich dennoch optimistisch: „Ich denke, dass dieses Treffen gute Dinge hervorbringen kann.“ Er betonte die Bedeutung der Begegnung und hob hervor: „Ich habe sehr darauf bestanden, dass dieses Treffen stattfindet.“ Trump bekräftigte diese Darstellung am Montag erneut gegenüber Journalisten, was von mehreren internationalen Medien auch bestätigt wurde. Allerdings hatten Gespräche über mögliche Friedensverhandlungen bereits zuvor stattgefunden, die von Putin initiiert und von Selenskij öffentlich begrüßt worden waren.

Selenskij reagierte positiv auf Trumps Überlegungen. „Natürlich hätten wir in der Ukraine gern, dass Präsident Trump dort bei diesem Treffen in der Türkei dabei ist“, teilte er über Telegram mit. Er selbst werde anreisen und hoffe auf das Erscheinen der russischen Seite. „Wir können viel verändern“, fügte Selenskij hinzu.

Zur Frage einer vorherigen Waffenruhe berichtete Trump von intensiven Diskussionen. Schließlich habe er Selenskij geraten: „An diesem Punkt müssen wir das beenden. Gehen Sie einfach zu dem Treffen.“ Daraufhin verkündete Selenskij auf der Plattform X: „Ich werde am Donnerstag auf Putin in der Türkei warten, persönlich.“

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Nach Trumps Darstellung sei es entscheidend, dass der ukrainische Staatschef den Gesprächen zustimme, damit Kiew, die europäischen Partner und die USA wüssten, woran sie seien und entsprechend handeln könnten. Selenskij unterstrich seinerseits, dass die Ukraine ab diesem Montag eine „volle und dauerhafte Feuerpause“ erwarte, wie von wichtigen europäischen Verbündeten gefordert, um eine notwendige Grundlage für diplomatische Bemühungen zu schaffen.

Kreml-Reaktionen

Der Kreml äußerte sich nicht offiziell zu Trumps möglicher Türkeireise. Dass die russische Führung das Treffen in Istanbul jedoch auf niedrigerer Ebene bevorzugt, machte Konstantin Kossatschow, der Vizechef des russischen Oberhauses, deutlich. Auf Selenskijs Ankündigung, dort auf Putin zu warten, entgegnete Kossatschow, dies sei reines Theater. Ein unvorbereitetes Treffen sei kontraproduktiv, betonte der russische Außenpolitiker und verwies auf Selenskijs Besuch im Weißen Haus, den er als Fiasko für Kiew bezeichnete.

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Die Regierungschefs Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs und Polens hatten von Russland ultimativ eine Waffenruhe ab diesem Montag verlangt und andernfalls mit weiteren Sanktionen gedroht. Russland wies dieses Vorgehen entschieden zurück. „Solch eine Sprache von Ultimaten ist für Russland inakzeptabel, sie geht nicht“, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber russischen Nachrichtenagenturen. Zur Frage einer möglichen Waffenruhe äußerte er sich nicht konkret.

Trotz Trumps optimistischer Äußerungen bestehen erhebliche Zweifel an der tatsächlichen Verhandlungsbereitschaft Russlands. Putin lehnt die von der Ukraine und europäischen Partnern geforderte Feuerpause weiterhin ab. Stattdessen wurden in den vergangenen Tagen sogar verstärkte militärische Angriffe auf ukrainische Stellungen gemeldet – ein Umstand, den auch Trump selbst in internen Gesprächen eingeräumt haben soll.

Trumps Nahostreise

Moskau kritisierte die Drohungen der europäischen Führungspolitiker bezüglich neuer Sanktionen bei Nichteinhaltung einer schnellen Waffenruhe in der Ukraine. Gleichzeitig betonte Peskow, dass Russland ernsthaft an einer diplomatischen Lösung für den seit mehr als drei Jahren andauernden Konflikt interessiert sei.

Trump beginnt am Dienstag eine mehrtägige Reise in den Nahen Osten mit erster Station in Saudi-Arabien, gefolgt von Besuchen in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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KO KOSMO-Redaktion
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