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Missbrauch

Wiener Moderatorin bricht Schweigen: „P. Diddy vergewaltigte mich im Tourbus

Wiener Moderatorin bricht Schweigen: „P. Diddy vergewaltigte mich im Tourbus
FOTO: EPA/IAN LANGSDON
2 Min. Lesezeit |

Nach 24 Jahren bricht die Wienerin Kathi Steininger ihr Schweigen. Die Moderatorin wirft dem US-Rapper P. Diddy vor, sie in einem Tourbus sexuell missbraucht zu haben.

Wiener Moderatorin Kathi Steininger hat schwere Vorwürfe gegen den US-Rapper P. Diddy erhoben. Die heute 44-Jährige gibt an, im März 2000 von dem Musiker sexuell missbraucht worden zu sein. Die damals 19-jährige Reporterin wollte den Künstler nach seinem Auftritt in der ehemaligen „Libro Music Hall“ für einen Onlinesender interviewen und traf ihn bei einer Aftershow-Party in der Wiener Innenstadt.

Der Abend nahm eine verstörende Wendung, als Steiningers Kameramann draußen bleiben musste und sie von Bodyguards in den Tourbus des Rappers geführt wurde – angeblich weil es für ein Gespräch im Club zu laut sei. Im Bus bot ihr P. Diddy mehrfach Getränke an, die nach ihrer Überzeugung mit K.O.-Tropfen oder ähnlichen Substanzen versetzt waren. Statt des geplanten Interviews kam es im Schlafbereich des Fahrzeugs zum mutmaßlichen Übergriff. „Mir wurde klar, dass ich vergewaltigt wurde“, schilderte die Moderatorin später in einem Interview.

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Traumatische Folgen

Nach dem traumatischen Erlebnis verfiel Steininger in ein Muster, das für viele Betroffene sexueller Gewalt typisch ist. Sie erstattete keine Anzeige, suchte kein Krankenhaus auf und vertraute sich nur wenigen Menschen an. „Ich habe mich zutiefst geschämt für das, was mir passiert ist“, erklärte sie rückblickend. Die Folgen des Vorfalls begleiten die Wienerin bis heute – sie leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, quälenden Albträumen und Schlafproblemen, die ihre Arbeitsfähigkeit einschränken.

Juristische Hürden

Trotz der belastenden Umstände hat Steininger inzwischen den Schritt gewagt und Anzeige gegen den Rapper erstattet. Die Staatsanwaltschaft hat den Eingang bestätigt, die Ermittlungen jedoch „unter Vorbehalt der späteren Verfolgung“ eingestellt. Der Fall verdeutlicht die Hürden, mit denen Opfer sexueller Gewalt konfrontiert sind – besonders wenn die Taten weit zurückliegen und im Ausland stattfanden.

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Eine juristische Aufarbeitung in den USA gestaltet sich ebenfalls kompliziert, da der Vorfall nicht auf amerikanischem Boden geschah.

Steiningers Appell bleibt dennoch unmissverständlich: „Ich finde es wichtig, dass man drüber redet. Es sollten sich die anderen schämen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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