Kaltfront trifft auf Föhnwärme: Österreich steht vor einem Wetterwechsel mit Gewittergefahr. Besonders im Süden drohen heftige Unwetter mit Hagel und Sturmböen.
Eine Kaltfront bringt heute unbeständiges Wetter nach Österreich. In den meisten Landesteilen herrscht bereits trübes und kühleres Klima, während der Süden und Südosten vorübergehend noch von föhnigen und warmen Bedingungen profitiert. Diese Situation wird sich jedoch im Tagesverlauf verändern, wie die Meteorologen von „SkywarnAustria“ ankündigen.
Ab der Mittagszeit setzt sich die Kaltfront allmählich südwärts in Bewegung. An der Frontlinie nimmt die Gewitteraktivität deutlich zu. Die Intensität dieser Unwetter hängt wesentlich davon ab, wie schnell der kühle Nordwind durchgreift – je rascher dies geschieht, desto geringer fällt das Risiko schwerer Gewitter aus.
Den aktuellen Vorhersagen zufolge dürfte sich die kühlere Luftmasse zwar zügig durchsetzen, dennoch besteht besonders in Ober- und Mittelkärnten sowie im äußersten Südosten die Gefahr heftiger Gewitter.
⇢ Unwetter-Gefahr: Diese Regionen trifft es heute besonders hart
Unwettergefahr heute
Die Wetterexperten warnen konkret vor intensivem Niederschlag, Hagelkörnern bis zu drei Zentimeter Durchmesser und starken Sturmböen. Bei einer möglichen Superzellen-Bildung (besonders langlebige, rotierende Gewitterzellen) wären die Folgen noch gravierender.
Obwohl die Entstehung solcher besonders heftigen Gewitter mit Tornadopotential derzeit als weniger wahrscheinlich eingestuft wird, lässt sich dieses Szenario aufgrund der ausgeprägten Windscherung nicht vollständig ausschließen – insbesondere wenn sich die kühle Luft in Bodennähe langsamer als erwartet südwärts ausbreitet.
Der Großteil der Gewitter wird am Nachmittag erwartet, in Kärnten können die Unwetter lokal sogar bis in die Abendstunden anhalten, begleitet von Starkregen und Sturmböen.
Hinter der Kaltfront können auch im nordwestlichen und nördlichen Landesteil vereinzelt kräftige Schauer und Gewitter auftreten, wobei das Unwetterpotential hier deutlich geringer ausfällt.
⇢ Starkregen und Hagel: Hier kracht es heute!
Pfingstwetter-Prognose
Der Pfingstsonntag bringt an der Alpennordseite, im zentralen Bergland sowie im Osten zunächst häufige Niederschläge. Von Unterkärnten bis ins Südburgenland zeigt sich anfangs noch die Sonne, im Tagesverlauf breiten sich jedoch auch dort Schauer und Gewitter aus.
Am Nachmittag lässt der Regen allgemein nach, und von Westen her beginnt es aufzulockern. Im Donauraum macht sich lebhafter Westwind bemerkbar. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 18 und 26 Grad, am wärmsten wird es vor Gewitterbeginn im Klagenfurter Becken.
Der Pfingstmontag startet im Bergland und im Süden bewölkt, zwischen Unterkärnten und dem Südburgenland fällt anfangs noch etwas Regen. Nördlich und nordöstlich der Alpen dominiert zunächst häufig Sonnenschein, tagsüber ziehen harmlose Wolkenfelder durch.
Auch im Westen weichen die Restwolken zunehmend der Sonne, während sie in der südöstlichen Landeshälfte beständiger bleiben. Bis zum Vormittag trocknet es jedoch überall ab. Bei mäßigem West- bis Nordwestwind liegen die Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad.
⇢ Pfingst-Gewitter bringen Hagel und Starkregen
Der Dienstag bietet einige sonnige Stunden, inneralpine Restwolken lösen sich in den frühen Morgenstunden rasch auf. Ab Mittag ziehen im Norden und Osten vorübergehend dichtere Wolkenfelder durch, über den Gebirgszügen bilden sich einige Quellwolken.
Überwiegend bleibt es trocken, am ehesten ist von den Lienzer Dolomiten bis zu den Gurktaler Alpen nachmittags mit einem Regenschauer oder kurzen Gewitter zu rechnen. Bei schwachem bis mäßigem, auf Süd drehendem Wind steigen die Temperaturen auf 21 bis 29 Grad.
Am Mittwoch überwiegt der Sonnenschein, in der östlichen Landeshälfte ziehen Wolkenfelder durch und über den Bergen entwickeln sich Quellwolken. Vereinzelte Wärmegewitter entstehen am ehesten über den Gebirgszügen entlang und südlich der Tauern, in weiten Teilen des Landes bleibt es jedoch niederschlagsfrei und der freundliche Wettercharakter bestimmt den gesamten Tag.
Der Wind spielt, abgesehen von den tagsüber auffrischenden Talaufwinden, keine bedeutende Rolle. Mit 21 bis 30 Grad wird es im Westen und Süden hochsommerlich warm.
Der Donnerstag verwöhnt bei oft nur spärlicher Bewölkung mit reichlich Sonnenschein. Im Süden und Südosten machen sich zunächst noch einige Wolken bemerkbar, tagsüber entwickelt sich hier ein teilweise freundlicher Wechsel aus Sonne und Wolken.
Dabei bleibt es größtenteils trocken, lediglich von Osttirol bis Oberkärnten kann ein kurzes Wärmegewitter nicht ausgeschlossen werden. Im westlichen Donauraum weht lebhafter Ostwind, die Höchstwerte schwanken zwischen 23 Grad im Waldviertel und 32 Grad im Tiroler Oberland.