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Protestaufruf

Djokovic-Appell: Studierende wollen Tennis-Ass bei Massenprotest

Djokovic-Appell: Studierende wollen Tennis-Ass bei Massenprotest
(Foto: EPA-EFE/JAMES ROSS, EPA-EFE/ANDREJ CUKIC)
2 Min. Lesezeit |

Serbische Studierende hoffen auf prominente Verstärkung: Tennislegende Novak Djokovic soll ihren Massenprotest in Belgrad unterstützen – doch der Zeitplan könnte zum Problem werden.

Serbische Studierende haben Tennisstar Novak Djokovic öffentlich eingeladen, sich ihrem für den 28. Juni geplanten Protest in Belgrad anzuschließen. Die Botschaft „Nole, komm zum Vidovdan“ hinterließen die Demonstranten vor dem serbischen Regierungsgebäude. Der bekannte Sportkommentator Smiljan Banjac machte die Einladung durch einen Post auf Instagram publik.

Die letzte große Demonstration in der serbischen Hauptstadt am 15. März hatte eine beeindruckende Resonanz gefunden. Nach verschiedenen Schätzungen versammelten sich damals über 300.000 Menschen aus dem ganzen Land in Belgrad. Ob der für den Vidovdan-Feiertag (serbischer Nationalfeiertag) in zehn Tagen geplante Protest ähnliche Dimensionen erreichen wird, bleibt abzuwarten.

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Djokovics Zeitplan

Eine persönliche Teilnahme Djokovics erscheint allerdings unwahrscheinlich. Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon beginnt am 30. Juni und läuft bis zum 13. Juli – der Tennisstar wird zu diesem Zeitpunkt mit großer Sicherheit bereits in London sein.

Dennoch halten es Beobachter für möglich, dass Djokovic den Studierenden zumindest über seine Social-Media-Kanäle erneut seine Unterstützung zusichern könnte.

Hintergründe der Studentenproteste

Die Protestbewegung fordert unter anderem die vollständige Offenlegung der Dokumentation zur Rekonstruktion des Bahnhofs in Novi Sad, dessen Überdachung im November 2024 einstürzte und 15 Todesopfer forderte. Zudem verlangen die Studierenden die Einstellung der Verfahren gegen festgenommene Demonstranten und eine Erhöhung des Hochschulbudgets um 20 Prozent.

Djokovic hatte bereits in der Vergangenheit seine Solidarität mit den Protesten gezeigt. Bei einem Basketballspiel in Belgrad trug er einen Hoodie mit der Aufschrift „Students Are Champions“ und verurteilte öffentlich die Gewalt gegen Demonstranten. Diese Unterstützung brachte ihm in regierungsnahen Medien Kritik ein, verstärkte aber seine Popularität unter den Protestierenden.

Die Studierendenbewegung richtet sich nicht nur gegen Bildungskürzungen, sondern ist Teil einer breiteren Protestbewegung gegen die Regierung von Präsident Aleksandar Vucic. Insbesondere Themen wie Korruption und politische Repression stehen im Mittelpunkt der Forderungen. Durch die Präsenz prominenter Persönlichkeiten wie Djokovic erhoffen sich die Organisatoren eine größere nationale und internationale Aufmerksamkeit für ihre Anliegen.

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KO KOSMO-Redaktion
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