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Österreich

Gebühren-Hammer: Das alles wird ab 1. Juli teurer

Gebühren-Hammer: Das alles wird ab 1. Juli teurer
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3 Min. Lesezeit |

Der Juli bringt Österreichern eine Kostenlawine: Behördliche Gebühren steigen um bis zu 44 Prozent, während auch Zigaretten und Öffi-Tickets teurer werden.

Mit dem Monatswechsel zum Juli müssen Verbraucher in Österreich tiefer in die Tasche greifen. Eine Welle von Preiserhöhungen erfasst staatliche Gebühren und Alltagsausgaben. Besonders drastisch fällt die nachträgliche Valorisierung (automatische Anpassung an die Inflation) der Bundesgebühren aus, die einen Anstieg von etwa 44 Prozent mit sich bringt. Für einen Reisepass werden künftig rund 109 Euro fällig – ein deutlicher Sprung vom bisherigen Preis von 75,90 Euro. Der Führerschein verteuert sich von 60,50 auf etwa 87 Euro, während die Scheckkartenvariante von 49,50 auf circa 71 Euro ansteigt.

Die Preisspirale dreht sich auch bei anderen amtlichen Dokumenten nach oben. Personalausweise, Namensänderungen und die e-card sind ebenfalls betroffen, wobei letztere von 13,80 auf 25 Euro angehoben wird.

⇢ Ab Juli: Diese Kosten und Gebühren werden erhöht

Fahrzeugbesitzer müssen für die Kfz-Zulassung künftig 178 Euro berappen. Wer die österreichische Staatsbürgerschaft anstrebt, zahlt nun 1.448 Euro für die Verleihung und 163 Euro für den Antrag. Waffenbesitzer werden mit 175 Euro für einen Waffenpass und 110 Euro für eine Waffenbesitzkarte zur Kasse gebeten. Heiraten wird ebenfalls kostspieliger – die Gebühr steigt von 50 auf 74 Euro. Bereits seit April schlagen auch Gerichtsgebühren und damit verbunden Scheidungskosten stärker zu Buche.

Die aktuelle Valorisierung der Bundesgebühren ist die erste seit 2011 und soll gestiegene Kosten für Verwaltung, Material und Personal abdecken. Der Staat rechnet durch diese Maßnahmen mit Mehreinnahmen von rund 65 Millionen Euro für das laufende Jahr und bis zu 150 Millionen Euro in den Folgejahren. Wer noch vor dem 1. Juli Anträge für amtliche Dokumente stellt, kann von den alten, günstigeren Gebühren profitieren und so mehrere Dutzend Euro pro Dokument sparen. Besonders Familien können durch das Bündeln von Anträgen mehrere Hundert Euro einsparen.

Tabakpreise steigen

Neben behördlichen Gebühren trifft es auch Raucher im Geldbeutel. Der Tabakkonzern Philip Morris hat angekündigt, die Preise für den Großteil seiner Marken ab Juli um weitere zehn Cent pro Packung anzuheben. Auch der Konkurrent Japan Tobacco International (JTI) zieht mit einer vergleichbaren Preiserhöhung bei ausgewählten Produkten nach. Diese Erhöhung folgt auf die bereits im April angehobene Tabaksteuer und ist Teil einer langfristigen Strategie der Regierung, den Tabakkonsum zu reduzieren.

⇢ Knaller: Zigaretten werden wieder teuer

Die Tabakindustrie warnt, dass die Preise pro Packung im Laufe des Jahres um bis zu 60 Cent steigen könnten, was vor allem Vielraucher belastet und zu weiteren Umsatzeinbußen bei Trafikanten führen dürfte.

Teurerer Nahverkehr

Im öffentlichen Verkehr müssen Fahrgäste ebenfalls mit höheren Kosten rechnen. Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) erhöht die Tarife im Bereich „Region“, der hauptsächlich Niederösterreich und das Burgenland umfasst, um durchschnittlich drei Prozent. Als Begründung führt der VOR gestiegene Kosten und die Entwicklung des Verbraucherpreisindex an. Eine empfindliche Preissteigerung erwartet auch Nutzer des Klimatickets, das ab August von 1.095 auf 1.300 Euro angehoben wird.

Die aktuellen Preisanpassungen stehen im Zusammenhang mit der allgemeinen Inflationsentwicklung und der Anpassung an den Verbraucherpreisindex.

Für viele Haushalte bedeuten diese Erhöhungen eine zusätzliche finanzielle Belastung in Zeiten ohnehin steigender Lebenshaltungskosten.

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KO KOSMO-Redaktion
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