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24 Tote

Von Hochwasser überrascht: 20 Mädchen aus Ferienlager vermisst (VIDEOS)

Von Hochwasser überrascht: 20 Mädchen aus Ferienlager vermisst (VIDEOS)
FOTO: X/Screenshot
4 Min. Lesezeit |

Verzweifelte Suche nach 20 vermissten Mädchen, 24 Tote und eine Region im Ausnahmezustand: Texas kämpft gegen eine Flutkatastrophe historischen Ausmaßes.

Bei den verheerenden Überschwemmungen im US-Bundesstaat Texas sind nach offiziellen Angaben mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Der texanische Vize-Gouverneur Dan Patrick bestätigte, dass sich unter den Opfern sowohl Erwachsene als auch Kinder befinden. Einige der Leichen wurden in fortgespülten Fahrzeugen entdeckt. Die Situation verschärfte sich am frühen Freitagmorgen durch intensive Niederschläge erheblich.

Besondere Sorge bereitet den Behörden das Schicksal von mehr als 20 Mädchen, die an einem Ferienlager nahe dem über die Ufer getretenen Guadalupe-Fluss teilnahmen und nun vermisst werden. Angehörige warten verzweifelt auf Nachrichten über ihren Verbleib.

Die betroffene Region in Texas ist ein beliebtes Ziel für Sommercamps. Zahlreiche Amerikaner nutzen traditionell das verlängerte Wochenende rund um den Unabhängigkeitstag am Freitag für Ausflüge.

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Vermisste Kinder

Die Suche konzentriert sich besonders auf Kinder aus dem Camp Mystic, in dem sich aktuell über 750 Minderjährige aufhalten – von ihnen werden 20 vermisst. Der Vize-Gouverneur wies jedoch darauf hin, dass dies nicht zwangsläufig bedeute, dass sie in Gefahr seien – möglicherweise hätten sie sich auf Bäume gerettet. Die Rettungsarbeiten werden durch Stromausfälle und fehlende Internetverbindungen erheblich erschwert.

An den Rettungsmaßnahmen beteiligen sich rund 500 Einsatzkräfte mit 14 Hubschraubern, unterstützt durch die texanische Nationalgarde und die US-Küstenwache. Freeman Martin vom texanischen Amt für öffentliche Sicherheit warnte vor einer weiteren herannahenden Flutwelle.

Heimatschutzministerin Kristi Noem teilte auf der Plattform X mit, sie habe Hilfskräfte, darunter die US-Küstenwache, zur Unterstützung angewiesen und forderte zum Gebet für Texas auf. Hubschrauber sind im Dauereinsatz. Gouverneur Greg Abbott versicherte, die Suchaktionen würden fortgesetzt.

Desaströse Sturzflut

Nach Auskunft der Behörden sind Hochwasser in der Region keine Seltenheit, doch das aktuelle Ausmaß sei außergewöhnlich. Experten sprechen von einer „desaströsen Sturzflut“. Fernsehaufnahmen dokumentieren die Zerstörungskraft des Wassers: mitgerissene Autos, entwurzelte Bäume und überflutete Häuser.

Hauptsächlich betroffen ist das Gebiet um den Guadalupe River, wo innerhalb von nur 45 Minuten am Morgen extreme Regenmengen niedergingen. Besonders dramatisch: Der Pegelstand des Flusses stieg in dieser kurzen Zeitspanne um etwa acht Meter an, was die Situation schlagartig verschärfte und das Gebiet weitgehend unpassierbar machte.

Die Anwohner der umliegenden Gebiete wurden aufgefordert, sich in höher gelegene Bereiche zu begeben. Die Behörden haben zentrale Sammelstellen eingerichtet.

Während einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz betonte der Vize-Gouverneur, man sei sich der quälenden Ungewissheit bewusst, unter der die Eltern der vermissten Kinder leiden.

Region mit gefährlicher Tradition

Das betroffene Areal rund um den Guadalupe River gilt unter Experten als „gefährlichstes Flusstal der USA“ in Bezug auf plötzliche Überschwemmungen. Obwohl die lokalen Behörden mit Hochwasser vertraut sind und entsprechende Notfallpläne existieren, kam die Geschwindigkeit und Intensität der aktuellen Überschwemmungen selbst für erfahrene Einsatzkräfte unerwartet.

Klimawissenschaftler beobachten in den USA seit Jahren eine Zunahme extremer Wetterereignisse. Die steigenden globalen Temperaturen können laut Forschern atmosphärische Bedingungen schaffen, die intensive Niederschlagsereignisse wie Sturzfluten begünstigen – ein Phänomen, das auch im Zusammenhang mit dem aktuellen Extremwetter in Texas diskutiert wird, auch wenn direkte Kausalzusammenhänge für einzelne Ereignisse wissenschaftlich schwer nachweisbar bleiben.

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KO KOSMO-Redaktion
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