An einer Kontrollstelle in Kirchdorf am Inn in Oberösterreich stoppten Beamte am Sonntagmorgen ein Fahrzeug mit bulgarischem Kennzeichen. Zuvor hatten die Polizisten beobachtet, wie aus dem noch fahrenden Wagen eine kleine Katze geworfen wurde, kurz bevor dieser den Grenzpunkt erreichte.
Eine 35-jährige Frau soll das Tier nach Angaben der Beamten mit Wucht aus dem Beifahrerfenster geschleudert haben. Das Fahrzeug verlangsamte dabei nicht einmal seine Geschwindigkeit und setzte die Fahrt ohne jegliches Zögern fort.
⇢ Todesserie im Hafturlaub: Ex-Bordellboss erschießt Mechaniker
📍 Ort des Geschehens
Glückliches Ende
Für die Katze endete der Vorfall glücklicherweise glimpflich. Das Tier blieb unverletzt, konnte eingefangen und zunächst zur Polizeidienststelle gebracht werden. Am späten Nachmittag übergaben die tierliebenden Beamten die Katze schließlich an ein Tierheim.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem ausgesetzten Tier um ein erst wenige Wochen altes Kätzchen. Gegen die 35-jährige Beifahrerin wird nun wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz ermittelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Fehlen der notwendigen Papiere für das Tier der Grund für die Tat gewesen sein könnte.
Trauriger Trend
Für Tierschutzorganisationen stellen solche erschreckenden Vorfälle mittlerweile einen „neuen Alltag“ dar, besonders während der Ferienzeit. Sie beklagen, dass manche Tierhalter, die keinen günstigen oder kostenlosen Tiersitter finden können, sich ihrer Haustiere auf grausame Weise entledigen.