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Brunnkogel

Lockerer Stein wird zur Todesfalle – Bergsteigerin stürzt 200 Meter in die Tiefe

Lockerer Stein wird zur Todesfalle – Bergsteigerin stürzt 200 Meter in die Tiefe
Brunnkogel. FOTO: wikimedia/Demavand
2 Min. Lesezeit |

Ein lockerer Stein wurde einer erfahrenen Bergsteigerin zum Verhängnis. Die 62-Jährige stürzte am Brunnkogel 200 Meter in die Tiefe und verstarb noch an der Unfallstelle.

Eine 62-jährige Oberösterreicherin kam am Sonntagnachmittag beim Abstieg vom Brunnkogel in Ebensee im Bezirk Gmunden ums Leben. Die Frau, die aus dem Bezirk Grieskirchen stammte, hatte sich gemeinsam mit einem 54-jährigen Begleiter aus dem Bezirk Wels-Land für den anspruchsvollen Schafluckensteig entschieden. Das Unglück ereignete sich, als sie auf einen Stein trat, der nachgab und sie in die Tiefe riss.

Der Sturz über eine 200 Meter hohe Felswand endete tödlich. Ihr Begleiter setzte umgehend einen Notruf ab, doch der eintreffende Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Betreuung vor Ort

Laut Polizeiangaben wurde der 54-jährige Begleiter mit einem Notarzthubschrauber zu einem Zwischenlandeplatz am Langbathsee transportiert, der sich weiter oben auf der Wanderroute befindet. Dort erhielt er psychologische Unterstützung durch ein Kriseninterventionsteam.

Der Schafluckensteig gilt als Route, die nur für erfahrene Bergsteiger empfohlen wird.

Sowohl die verunglückte Frau als auch ihr Begleiter verfügten über entsprechende Bergerfahrung.

📍 Ort des Geschehens

Gefahrenstelle mit Vorgeschichte

Der Einsatzleiter der Bergrettung Ebensee warnt, dass der Schafluckensteig besonders bei feuchtem oder rutschigem Boden erhöhte Gefahren birgt. Bereits im Oktober 2024 kam es in diesem Gebiet zu einem schweren Unfall. Damals stürzte eine 36-jährige Wienerin beim Abstieg auf rutschigem Untergrund etwa 60 Meter ab.

Der Steig ist für seine zahlreichen drahtseilgesicherten Passagen und die hohe Steinschlaggefahr bekannt. Nach einem größeren Felssturz im Jahr 2019 war die Route über ein Jahr lang vollständig gesperrt. Der Zustieg musste damals verlegt werden.

Die Naturfreunde Ebensee betonen in ihrer Tourenbeschreibung die Notwendigkeit von Trittsicherheit und Bergerfahrung. Unaufmerksamkeiten oder instabile Wegverhältnisse können auf diesem anspruchsvollen Steig schnell zu lebensgefährlichen Situationen führen.

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KO KOSMO-Redaktion
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