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Handelskonflikt

Gold-Fieber: Trumps Zollkrieg treibt Preis auf Rekordkurs

Gold-Fieber: Trumps Zollkrieg treibt Preis auf Rekordkurs
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Das Edelmetall glänzt wieder: Gold nähert sich mit einem Kurs von 3.370 Dollar seinem Rekordwert. Zentralbankkäufe und der drohende US-EU-Zollkonflikt treiben den Preis.

Der Goldpreis legte am Montag weiter zu und knüpfte damit an die positiven Ergebnisse vom Freitag an. Am frühen Morgen notierte eine Feinunze bei 3.370 US-Dollar (2.892,70 Euro), was einem Anstieg von rund 20 Dollar gegenüber dem Freitagabend entspricht. Mit dieser Entwicklung nähert sich das Edelmetall wieder dem historischen Höchststand von 3.500 Dollar, der im April erreicht wurde. Seit Jahresbeginn verzeichnet Gold einen kontinuierlichen Aufwärtstrend mit einer Wertsteigerung von etwa 30 Prozent. Als ein wesentlicher Faktor für diese Preisentwicklung gilt der verstärkte Goldankauf durch Zentralbanken, die bestrebt sind, ihre Reserven unabhängiger vom US-Dollar zu gestalten.

Zollkonflikt als Preistreiber

Marktanalysten sehen im sich zuspitzenden Zollkonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union einen weiteren Preistreiber. Die Befürchtung eines offenen Handelskonflikts nimmt zu, während die EU bereits Notfallpläne für ein mögliches Scheitern des Handelsabkommens mit den USA erarbeitet. Anleger am Goldmarkt verfolgen die Verhandlungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen mit wachsender Besorgnis.

Die Situation verschärfte sich zuletzt durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. August höhere Zölle auf europäische Waren einzuführen. Trotz optimistischer Äußerungen des US-Handelsministers Howard Lutnick, der am Wochenende eine Einigung für möglich hielt, bleibt der 1. August als fester Termin für das Inkrafttreten neuer Zollmaßnahmen bestehen.

Sollten die angekündigten Zölle tatsächlich in Kraft treten, rechnen Experten mit einer zusätzlichen Verunsicherung der Finanzmärkte, was die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen weiter ankurbeln dürfte. Marktbeobachter verweisen darauf, dass insbesondere geopolitische Spannungen und Handelskonflikte regelmäßig zu Kapitalumschichtungen in Richtung Gold führen, da Anleger in Krisenzeiten verstärkt auf wertstabile Anlagen setzen.

Fed-Signale wirken

Zusätzlich tragen jüngste Äußerungen aus der US-Notenbank Fed zur Goldpreisentwicklung bei. Christopher Waller, Mitglied des Direktoriums, sprach sich für eine Zinssenkung Ende Juli aus. Eine ähnliche Position vertritt auch Direktorin Michelle Bowman, während zahlreiche andere Notenbanker vorerst an einem unveränderten Leitzins festhalten möchten.

Da Gold keine Zinserträge abwirft, wirken sich Spekulationen über sinkende Zinsen grundsätzlich positiv auf die Nachfrage nach dem Edelmetall aus.

Alternative Anlagen profitieren

Im aktuellen Umfeld erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit und drohender Handelsbarrieren gewinnen neben Gold auch andere „sichere Häfen“ an Attraktivität. Analysten beobachten verstärkte Zuflüsse in Schweizer Franken, US-Staatsanleihen und teilweise auch in Kryptowährungen wie Bitcoin. Auch andere Edelmetalle verzeichnen beachtliche Wertsteigerungen: In den vergangenen zwölf Monaten konnten neben Gold auch Silber, Platin und Palladium deutlich zulegen, wobei Platin mit einem Plus von über 43 Prozent die stärkste Performance zeigte.

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KO KOSMO-Redaktion
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