Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Reisefreiheit

Schluss mit Mini-Fläschchen: EU lockert 100-ml-Regel – was Wien plant

Schluss mit Mini-Fläschchen: EU lockert 100-ml-Regel – was Wien plant
(Foto: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Die EU-Kommission in Brüssel hat eine Lockerung der Handgepäck-Vorschriften für Flüssigkeiten angekündigt. Künftig dürfen Flugreisende bis zu zwei Liter Flüssigkeit durch die Sicherheitskontrollen bringen – allerdings nur an Flughäfen, die mit speziellen C3-Scannern (computergestützte Tomographie-Scanner) der britischen Firma Smiths Detection ausgestattet sind.

Für Geräte anderer Hersteller wie Nuctech und Rapiscan steht die Zertifizierung noch aus, soll jedoch nach Angaben eines Kommissionssprechers „in den kommenden Tagen“ abgeschlossen werden.

Aktuelle Umsetzung

Die kostspielige Scanner-Technologie ist bislang nur an wenigen europäischen Flughäfen im Einsatz. Mit der neuen EU-Zulassung werden rund 700 Scanner in 21 Mitgliedsstaaten erfasst. Am Wiener Flughafen laufen aktuell Testphasen mit der innovativen Technologie.

Die Anschaffung und Installation der C3-Scanner am Flughafen Wien-Schwechat befindet sich bereits in einer fortgeschrittenen Testphase. Laut Betreibergesellschaft ist das Ziel, die neue Technologie noch vor Jahresende 2025 flächendeckend am Flughafen einzuführen. Ein detaillierter Zeitplan für die vollständige Umrüstung wurde bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Noch vor Jahresende könnten die Geräte dort in Betrieb gehen und Reisenden die erweiterten Mitnahmemöglichkeiten bieten.

In Italien sind bereits sieben Terminals mit dem System ausgerüstet, doch auch dort herrscht Uneinheitlichkeit: In Mailand dürfen Passagiere zwar bis zu zwei Liter Flüssigkeit transportieren – jedoch ausschließlich von bestimmten Abflug-Terminals aus.

⇢ EU-Geldregen für Kroatien: 835 Millionen für Zukunftsprojekte freigegeben

📍 Ort des Geschehens

Hintergrund der Regelung

Die bekannte 100-Milliliter-Begrenzung wurde 2006 eingeführt, nachdem ein Terroranschlag vereitelt wurde, bei dem Sprengstoff in Getränkeflaschen transportiert werden sollte. Was als temporäre Maßnahme gedacht war, blieb bis heute Standard.

Die modernen C3-Scanner ermöglichen nun Kontrollen, bei denen weder Flüssigkeiten noch elektronische Geräte aus dem Gepäck entnommen werden müssen, was die Abfertigung deutlich beschleunigt.

An größeren US-amerikanischen Flughäfen gehören diese Scanner bereits zum Alltag.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen