Trotz digitaler Zahlungsmethoden empfehlen Finanzexperten in bestimmten Situationen weiterhin Bargeld – es bietet Vorteile, die viele unterschätzen.
In der digitalen Zahlungswelt, wo kontaktloses Bezahlen per Karte oder Smartphone zum Alltag gehört, raten Finanzexperten dennoch dazu, stets etwas Bargeld mitzuführen. Für bestimmte Einkaufssituationen empfehlen sie sogar ausdrücklich die Verwendung von Scheinen und Münzen.
Wer Waren kauft, die möglicherweise zurückgegeben werden müssen, sollte laut Steven Holmes, Finanzexperte und Senior Investment Berater bei iChash, unbedingt zur Barzahlung greifen. Viele Kunden kaufen mehrere Größen desselben Kleidungsstücks, um sie zu Hause anzuprobieren und nicht passende Teile zurückzubringen. „Bei Kartenzahlungen wird der Betrag auf demselben Weg zurückerstattet – und das Geld erscheint nicht immer innerhalb weniger Tage auf Ihrem Konto. Bei Barzahlung hingegen erhalten Sie den vollen Betrag sofort nach der Rückgabe zurück“, erklärt Holmes.
Auch im Urlaub kann Bargeld vor unangenehmen Überraschungen schützen. Carter Seut, Finanzberater und Geschäftsführer von Credit Summit, warnt: „Im Ausland können bei Kreditkartenzahlungen erhebliche Gebühren für Fremdwährungstransaktionen anfallen.“ Zudem helfe Bargeld dabei, die Urlaubsausgaben besser im Griff zu behalten. „Wenn Sie für Ihren Urlaub nur ein bestimmtes Budget ausgeben möchten, unterstützt Sie Bargeld dabei, diese Grenzen einzuhalten“, so Seut.
Alltägliche Einkäufe
Doch nicht nur auf Reisen ist Bargeld sinnvoll. Michael Collins, Finanzprofessor am Endicott College in Beverly, Massachusetts, empfiehlt Barzahlung auch für alltägliche Besorgungen: „Kleinere Einkäufe wie Lebensmittel sollten bar bezahlt werden. Der Betrag ist überschaubar, und Bargeld hält Menschen von spontanen Zusatzkäufen ab.“ Die Verwendung von Scheinen und Münzen erleichtere die Budgetkontrolle und verhindere übermäßige Ausgaben.
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„Außerdem vermeiden Sie so mögliche Überziehungsgebühren bei Debit- und Kreditkarten“, fügt Collins hinzu.
Diese Empfehlung wird durch die Praxis bestätigt: Gerade in kleinen Geschäften und Gaststätten wird Kartenzahlung oft erst ab einem Mindestbetrag angeboten oder bevorzugt, da die Gebühren für digitale Zahlungen bei kleineren Beträgen unverhältnismäßig hoch ausfallen können.
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Bei Käufen auf Online-Plattformen wie Facebook Marketplace rät Jake Hill, Finanzexperte und CEO von DebtHammer, ausschließlich zu Bargeld. „Jene Transaktionen oder größere Käufe von Privatpersonen sollten immer bar abgewickelt werden. Es ist niemals ratsam, sensible Daten an Unbekannte weiterzugeben“, betont Hill.
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