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Preisschock

Bier-Schock am Oktoberfest: Maß knackt historische Preisgrenze

Bier-Schock am Oktoberfest: Maß knackt historische Preisgrenze
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Das 190. Oktoberfest bringt neben Tradition auch Neuerungen: bargeldloses Zahlen, exklusive Tische für Münchner und den teuersten Bierpreis aller Zeiten.

In wenigen Wochen heißt es wieder „O’zapft is!“ auf der Münchner Theresienwiese. Das 190. Oktoberfest lockt vom 20. September bis 5. Oktober 2025 Millionen Besucher an und wartet neben bewährten Traditionen mit zahlreichen Neuerungen auf – die den Geldbeutel allerdings stärker belasten werden als je zuvor.

Wer das größte Volksfest der Welt besuchen möchte, kann unter der Woche von 10:00 bis 23:30 Uhr feiern. Freitags und am Donnerstag vor dem letzten Wochenende verlängert sich die Öffnungszeit bis Mitternacht. An Wochenenden öffnen die Tore bereits um 9:00 Uhr, wobei sonntags um 23:30 Uhr Schluss ist.

Die Wiesn wird digital: Erstmals kann an rund der Hälfte aller Verkaufsstände bargeldlos bezahlt werden. Die „Münchner Stubn“ geht noch einen Schritt weiter und schreibt Festzeltgeschichte – als erstes Zelt überhaupt akzeptiert es ausschließlich Kartenzahlung und verabschiedet sich komplett vom Bargeld.

Für das flüssige Gold müssen Besucher tiefer in die Tasche greifen als je zuvor. Die Maß (1-Liter-Bierkrug) Bier kostet zwischen 14,50 und 15,80 Euro – ein Preisanstieg von etwa 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit der höchste Bierpreis in der Geschichte des Oktoberfests. Zur Einordnung: 2014 lag der Preis noch unter zehn Euro, 2019 bei rund zwölf Euro, und erst seit 2023 wird die 15-Euro-Marke überschritten.

Eine Neuerung dürfte besonders Einheimische freuen: An den Wochenenden werden ganztägig Tische exklusiv für Münchner reserviert. Diese Regelung soll den Stadtbewohnern die Platzsuche erleichtern, ohne dass sie Monate im Voraus reservieren müssen.

Festzelt-Umbauten

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. In den Festzelten gibt es zahlreiche Umbauten und Erweiterungen: Die Bar-Zone „Halali“ im Armbrustschützenzelt verdreifacht ihre Fläche, das „Wirtshaus im Schichtl“ präsentiert sich in völlig neuem Gewand samt eigener „Papa-Schichtl-Bar“. Die Schottenhamel-Festhalle erweitert ihren südlichen Buffetbereich und erhält neue Sonnenschirme.

Die Bräurosl überarbeitet ihre Speisekarte und bietet mehr Außenplätze an, während die Wildstuben erstmals einen eigenen Biergarten hinter dem Zelt eröffnet. Im Ammerzelt sorgt künftig die neue Abendkapelle Tetrapack für Stimmung, und im Café Theres erklingt nun auch nachmittags Musik – am Wochenende sogar traditionell bayerische.

Für durstige Besucher wurden zusätzliche Trinkwasserbrunnen installiert – insgesamt zehn stehen nun auf dem Festgelände zur Verfügung. Wer einen schnellen Snack sucht, kann die neue „Isarschenke“ mit ihren frisch gebackenen, gefüllten und überbackenen Brezeln ansteuern.

Die Veranstalter haben bei der diesjährigen Planung besonderen Wert auf Barrierefreiheit gelegt. Neue Attraktionen wie der Sky Lift sind vollständig barrierefrei konzipiert, und auch die Wasserbrunnen wurden ebenerdig angelegt.

Neue Attraktionen

Um mehr traditionelle bayerische Klänge auf die Wiesn zu bringen, wurde der Musikwettbewerb „A Liad für d’Wiesn“ ins Leben gerufen. Musiker konnten bis Ende Mai ihre Kompositionen einreichen. Der Sieger wird am 15. September, kurz vor Festbeginn, gekürt.

Adrenalin-Junkies dürfen sich auf neue Attraktionen freuen: Der Sky Lift – ein 71 Meter hoher Panoramaturm mit rotierenden Gondeln – verspricht atemberaubende Ausblicke und ist vollständig barrierefrei. Das nostalgische Karussell Montgolfière schwebt in Form eines Heißluftballons in 8,5 Metern Höhe.

Die neue Achterbahn Happy Sailor begeistert mit rotierenden Gondeln, während Gruselfans in der barrierefreien Geisterhöhle auf der Oidn Wiesn auf ihre Kosten kommen.

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KO KOSMO-Redaktion
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